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Tod eines Versicherungsmaklers – Lebenswerk adé?

Was passiert mit dem aufgebauten Unternehmen, dem Kunden- und Vertragsbestand, dem Lebenswerk, wenn der Versicherungsmakler verstirbt? Welche Maßnahmen frühzeitig getroffen werden sollten.

Gastbeitrag von Clemens M. Christmann, CMC Personal- und Unternehmensberatung

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In den Courtagevereinbarungen gibt es unterschiedliche Regelungen zur Vertragsbeendigung. Die häufigste Regelung ist, dass der Wegfall der Gewerbeerlaubnis den Produktpartner zu einer fristlosen Beendigung der Courtagevereinbarung berechtigt.

In der letzten Zeit häufen sich Informationen darüber, was passiert, wenn der Erlaubnisinhaber geschäftsunfähig wird oder verstirbt. Ein Fall aus der täglichen Praxis zeigt, was tatsächlich geschieht und welche Möglichkeiten bestehen.

Im Juli 2012 wird der Versicherungsmakler tot in seinem Haus aufgefunden. Er war Einzelmakler und nicht “eingetragener Kaufmann” (e.K.) oder der Geschäftsführer einer juristischen Person.

Die Erben schlagen das Erbe aus. Das Amtsgericht als Nachlassgericht bestellt einen Rechtsanwalt aus seinem Zuständigkeitsgebiet als Nachlasspfleger.

Personenbezogene Gewerbeerlaubnis erlischt mit dem Tod

Bei einem Nachlasspfleger handelt es sich um eine fast ehrenamtliche Tätigkeit. In diesem Fall erhält der Rechtsanwalt 34 Euro pro Stunde um den Nachlass abzuwickeln.

Die Produktpartner (Banken, Bausparkassen, Versicherungen) prüfen in regelmäßigen Abständen das Vermittlerregister. Mit dem Tod erlischt die personenbezogene Gewerbeerlaubnis nach Paragraf 34d der Gewerbeordnung.

Ohne Gewerbeerlaubnis darf keine Kundenberatung und -betreuung mehr vorgenommen werden, da die erforderliche Sachkunde fehlt. Dieses bedeutet, dass auch bei allen Personen- oder juristischen Gesellschaften mit dem Ausfall des Erlaubnisinhabers alles auf dem Spiel steht, egal ob sie Einzelmakler, Makler in einer Personengesellschaft oder Makler in einer GmbH oder AG sind.

Fristlose Beendigung der Courtagevereinbarung

In den Courtagevereinbarungen gibt es unterschiedliche Regelungen zur Vertragsbeendigung. Die häufigste Regelung ist, dass der Wegfall der Gewerbeerlaubnis den Produktpartner zu einer fristlosen Beendigung der Courtagevereinbarung berechtigt.

Möglichkeiten nach Paragraf 45 oder Paragraf 46 GewO, wonach Erben einen sachkundigen Stellvertreter mit einer Gewerbeerlaubnis nach Paragraf 34d GewO einsetzen können, werden indes kaum geregelt.

Seite zwei: So reagierten die Produktpartner auf den Todesfall

So reagierten die Produktpartner in unserem Praxisfall:

• Der wesentliche Teil der Produktpartner akzeptierte die eingeleitete Stellvertreterfunktion nach Paragraf 46 GewO und handelte im Sinne der Kunden- und Vertragsbetreuung.

• Einige Produktpartner vertraten anfänglich die Sichtweise, dass weder den Erben noch dem Stellvertreter Courtagen zustehen. Argumentativ wurde die laufende Courtage in eine Tätigkeits- und Betreuungsprovision, wie sie in einer Handelsvertreterorganisation vertraglich fixiert wird, umgedeutet und damit die Nichtzahlung begründet.

• Ein Produktpartner übertrug den Kunden- und Vertragsbestand in den Direktbestand und bot an, dass nach Vorlage eines neuen Maklermandats eine Übertragung erfolgen sollte.

• Ein weiterer Produktpartner bezog sich auf den neuen Code of Conduct, insbesondere Art. 20, und stellte die Datenweitergabe an den Stellvertreter als Straftat dar, welchen er zur Anzeige bringen würde.

• Zwei Produktpartner haben die Courtagevereinbarung widerrufen, obwohl vertragsrechtlich nur eine fristlose Kündigungsmöglichkeit vereinbart war. In einem dieser Fälle wurde mitgeteilt, dass der Kunden- und Vertragsbestand zur Betreuung an die Ausschließlichkeitsorganisation übertragen wurde.

• Nur zwei Versicherer haben eine Meldung an die Auskunftsstelle über den Versicherungsaußendienst (AVAD) abgegeben beziehungsweise übermittelt.

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Versicherungsmaklerregelungen: Checkliste

Der Nachlasspfleger schaltete nach Abstimmung mit dem Nachlassgericht einen Fachanwalt ein.

Wie so häufig treffen in diesem Fall verschiedene juristische Ebenen aufeinander:

• Der Maklervertrag mit der Maklervollmacht zwischen dem Kunden und dem Versicherungsmakler.

• Die Courtagevereinbarung zwischen dem Produktpartner und dem Versicherungsmakler auf der Grundlage der gesetzlichen Anforderungen (Gewerbeerlaubnis, Vermittlerregister, Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung, etc.).

• Das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und die abgesprochene Vorgehensweise der betrieblichen Praxis (Code of Conduct) zwischen dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und der Landesdatenschutzbehörde Berlin.

Im Zweifel kommt es auf die Regelungen im Maklervertrag an. Der Maklervertrag nimmt die Wünsche und Zustimmungen des Kunden auf, beachtet das BDSG und regelt den Umgang mit den Daten.

Nach Ausarbeitung einer Bremer Fachkanzlei sollte ein Maklervertrag vollumfänglich mit Allgemeinen Geschäftsbedingungen, Regelungen zum Datenschutz beziehungsweise der Datenweitergabe, einer Vereinbarung zur Kommunikation, der eigentlichen Maklervollmacht mit Sachwaltereigenschaft und dem Recht zur Erteilung von Untervollmachten durch den Versicherungsmakler ausgestattet sein (siehe Checkliste oben).

Autor Clemens M. Christmann ist Geschäftsführer der CMC Personal- und Unternehmensberatung.

Foto: Shutterstock

https://www.cash-online.de/versicherungen/2014/versicherungsmakler-lebenswerk/163952

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Four Tips For Revising Your Digital Marketing Strategy During A Crisis

Apr 30, 2020, Scott Hirsch
Scott Hirsch, CEO of Media Direct, is an internet marketing pioneer widely recognized as an expert in e-commerce and the online marketplace.

Photo:

Photo: GETTY

With more people being instructed to shelter at home, work from home and stay in to help stop the spread of the coronavirus, there has been a huge surge in internet traffic.

But during these times of uncertainty, it can be difficult for marketers to navigate the digital landscape. Being empathetic toward your audience and maintaining the integrity of your brand is essential. As the founder and CEO of a media solutions provider, I’ve outlined four tips to help you find this balance:

Stay the course.

When facing a crisis, it might feel like the sky is falling, but stick to your plans. Stay consistent. You might need to revise your digital media plan, but don’t pause or interrupt it. Remain focused on customer acquisition and retention.

Whatever you’re doing, keep doing it if you’re able: email marketing, direct mail, mobile marketing, data appending, search engine optimization, pay-per-click, customer profiling and analytics, etc. If your organization has created and rolled out interactive marketing and highly targeted data campaigns, don’t let them languish.

Revise your messaging.

From my perspective, one of the many challenging things about the coronavirus is the uncertainty. No one knows what’s next; every step might feel like you’re walking a bit further into the unknown. This is why I believe it’s important to revise your messaging. Ensure all of the content you’re sharing is authentic and sensitive to what your audience is going through. Additionally, provide your audience with all of the information they need to continue interacting with your business. Keep them updated as to:

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Civic Nation BRANDVOICE | Paid Program
Women’s New Pandemic-Related Realities Magnify The Inequities In Our Systems And Families

UNICEF USA BRANDVOICE | Paid Program
UNICEF Is Fighting Coronavirus With Supplies And Information

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Opportunity Employment: Resilience In The Face Of Crisis

• How your operating hours or in-store policies have changed.

• What effect the crisis is having on special offers, discounts, product/services rollouts, etc. Let your audience know, and update this information regularly.

• Whether your services have been adjusted. For example, delivery and streaming are seeing exponential expansion right now, so if this applies to your enterprise, make sure it’s core to your messaging.

• How your staffing has changed and the best way to reach your organization if you’ve reduced staff. Again, update this information regularly.

Provide useful news.

Right now, everyone is dog-paddling in a rising whirlpool of news, but this doesn’t mean you can’t use your digital marketing campaign to make a meaningful, useful contribution that provides helpful information to your audience.

Reach out by assisting customers during a crisis. Share essential information from reputable sources, such as health advisories from the Centers for Disease Control and Prevention (which are regularly updated), as well as contact information for emergency services and information regarding assistance in your community; closures of public spaces, etc.

Given the severity of the crisis, this can also be a time to share good news. For example, if you have someone on your team who has been volunteering, share it. This is another way to keep in regular contact with your audience while doing something positive for your customers and potential customers. If you can give them some hope, then that’s how they might remember your brand.

Keep an eye on the future.

In The Dark Knight, character Harvey Dent said, “The night is darkest just before dawn, and I promise you the dawn is coming.” This quote resonates with me because I believe there is a dawn coming for all of us. The digital marketing landscape might be altered, but keep in mind that if any of your plans were delayed by the coronavirus, you still might be able to put them into play.

Don’t stop working toward your organization’s future goals. It’s the best thing you can do for the organization. Staying proactive and focused on the future is entrepreneurial and gives your team and your customers a message of hope. Work hard, and know that this is as good of a time to work toward your goals as any.

 

https://www.forbes.com/sites/forbesbusinesscouncil/2020/04/30/four-tips-for-revising-your-digital-marketing-strategy-during-a-crisis/#69c997645204

 

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6 Tipps für erfolgreiches Digital-Marketing

25.04.2020,

Digital ist nicht egal? Ja, wenn es richtig umgesetzt wird! Da kann ein bisschen Know-how zu den Möglichkeiten des digitalen Marketing-Mixes nicht schaden. Sarah Weingarten von Sendinblue gibt dir die sechs wichtigsten Tipps für dein digitales Marketing.

Tipp 1: Vergiss deine Personas auch im Internet nicht!

Personas – das sind fiktive Darstellungen von Zielgruppen eines Unternehmens. Sie werden mit spezifischen Merkmalen wie Hobbys, Jobtitel, Interessen, Alter oder Geschlecht charakterisiert. Personas stellen somit die Grundlage von Entwicklungsstrategien dar – auch im Marketing. Nutze deine Personas auch als Grundlage für die digitale Werbung. Anhand der Charakteristika der Personas kannst du genau definieren, auf welchen Seiten und Plattformen du deine Zielgruppe antriffst. Das grenzt deine Mediaplattform-Auswahl ein und erhöht die Performance deiner Marketing-Aktionen.

Tipp 2: Setze dich durch – gute Bilder, gute Texte, gute Banner!

Digital bedeutet auch Freiheit. Und zwar Gestaltungsfreiheit. Du kannst dein Marketing auf sehr vielseitige Weise umsetzen, Kampagnen und Anzeigen animieren, mit Videos versehen und zum Teil sogar Sound einsetzen. Das ermöglicht viele neue Gestaltungsfreiheiten. Wichtig dabei ist aber, dass die Regeln für gutes Design eingehalten werden. Immerhin setzt du dich im Internet gegen eine Vielzahl an Reizen durch. Auch sind die Rezipienten nicht mehr so sensibel für Werbung. Mit guten Bildern, schlagkräftigen Texten und einem Funken Kreativität kannst du digital jedoch so richtig punkten.

Auf kreative Lösungen kommt es im Digital-Marketing besonders an! (Foto: Rawpixel.com / Shutterstock)

Tipp 3: Mit Retargeting schaffst du mehr!

Retargeting ist eine Maßnahme, die Personen mehrmals auf eine Marke oder ein Produkt aufmerksam machen soll. Das funktioniert meist mit der eigenen Website. Besucher werden mit einem Cookie markiert; dieses Cookie tragen sie mit sich und sobald sie andere Websites mit dem gleichen Werbesystem besuchen, wird ihnen das bereits recherchierte Produkt noch einmal angezeigt. So wird dafür gesorgt, dass Interessenten nach dem Browsen durch Websites nicht verloren gehen, sondern weiterhin mit dem Wunsch nach dem Produkt oder der Dienstleistung konfrontiert werden. Retargeting funktioniert zum Beispiel mit Google, aber auch mit sozialen Netzwerken wie Facebook.

Tipp 4: Facebook ist nicht von gestern – erreiche neue Kunden im Social Network!

Viel digitale Aktivität findet in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Linkedin statt. Mit gezielter Kommunikation in diesen Netzwerken erreichst du Kunden und Interessenten. Poste Neuigkeiten aus deinem Unternehmen, agiere mit Interessenten, reagiere auf Kommentare und zeige, dass du erreichbar bist. Neben den Interaktionen kannst du soziale Netzwerke auch nutzen, um deine Produkte mit bezahlten Anzeigen an genau die richtigen Zielgruppen auszuspielen. Facebook hat zum Beispiel so viele Informationen über seine Nutzer, dass Zielgruppen sehr spezifisch nach Interessen, Orten oder anderen Eigenschaften definiert werden können. Das mindert den Streuverlust deiner Anzeige und du erreichst nur die Menschen, die sich potenziell auch wirklich für dein Angebot interessieren.

Digital-Marketing

Zielgenaues Targeting statt Gießkannenprinzip – Digital Marketing like a Boss! (Foto: PicturePerfekt / Shutterstock)

Tipp 5: Automation – ein bisschen KI, ein bisschen Newsletter, ein bisschen Zukunft!

Tipp 6: Eine gute Software ist die GrundlageAutomatisierung ist vor allem im Bereich des digitalen Marketings, genauer gesagt des E-Mail-Marketings im Fokus. Marketing-Automation erleichtert Arbeitsprozesse, minimiert Aufwände und macht es möglich, Interessenten und potenzielle Kunden genau zum richtigen Zeitpunkt in ihrer Customer-Journey anzusprechen. Automatisierung wird meist mittels E-Mails umgesetzt. Erstellt ein neuer Nutzer beispielsweise ein Kundenkonto, bekommt er automatisiert eine Mail gesendet – oder wenn er ein Produkt bestellt. Automation ist aber auch fernab konkreter Käufe möglich. Trigger können auch andere Ereignisse sein – das Öffnen einer Mail oder das Klicken eines Links. Mit automatisierten Workflows können Kontakte zu Kunden gemacht werden, neue Kunden zu wiederkehrenden gemacht und schlafende Kunden geweckt werden.

Retargeting, Automation, Newsletter und Co. – all das lässt sich am besten mit einer entsprechenden Software umsetzen. So sparst du Zeit, Energie und Ressourcen und verwaltest all deine Marketing-Aktionen an einem Ort. Sendinblue ist eine solche digitale Marketing-Plattform. Egal für welche Branche, Unternehmensgröße oder Zielsetzung: Sendinblue vereint Funktionen wie E-Mail-Marketing, Automation, SMS-Marketing, Retargeting und CRM auf einer Plattform. Wer also sein Business auf das nächste Level heben will, sollte sich auf jeden Fall für eine solide Software entscheiden. Worauf wartest du noch? Volle Kraft voraus im digitalen Marketing.

https://t3n.de/news/6-tipps-fuer-erfolgreiches-digital-marketing-1268479/

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„Versicherungen 2030“ Studie erwartet wegbrechende Neukunden durch Demografie

Lorenz Klein 21.04.2020

Auch in der Versicherungswirtschaft redet im Moment alles über Corona – doch eine aktuelle Studie von Oliver Wyman hat mal den Blick geweitet und die Versicherungswelt im Jahr 2030 skizziert. Demnach droht den Versicherern, Millionen Nachfrager in der Altersvorsorge zu verlieren. Außerdem werden Plattformen à la Amazon zur Selbstverständlichkeit, so die Prognose.

Die Auswirkungen der demographischen Veränderungen auf die Versicherungswirtschaft in Deutschland werden immer noch unterschätzt. So lautet eine wichtige Erkenntnis der Studie „Versicherungen 2030“, die das Beratungsunternehmen Oliver Wyman veröffentlicht hat.

Diese Tatsache überrasche, berichten die Autoren, denn bis 2030 soll es schätzungsweise 4,0 Millionen weniger Bestands- und potenzielle Neukunden im Alter bis zu 60 Jahren geben und zugleich 3,4 Millionen mehr Kunden in der Altersgruppe über 60.

https://www.pfefferminzia.de/versicherungen-2030-studie-erwartet-wegbrechende-neukunden-durch-demografie/

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Bauchlandung für die Beratungsbranche

von Tristan Heming, 20. April 2020

Auch Beratungsunternehmen werden von der Coronakrise hart getroffen. Einzig die Sanierungsberater sehen ihre Auftragslage besser werden.

Bild: imago images

Wenn Mitarbeiter in Kurzarbeit müssen, wird auch auf externes Personal verzichtet. Das bekommt die Beraterbranche nun zu spüren: Das Geschäftsklima der Unternehmensberater erleidet seinen bisher heftigsten Absturz.

Der Absturz der wirtschaftlichen Aussichten in der deutschen Consulting-Branche im ersten Quartal 2020 übertrifft alles bislang Dagewesene. Es war zwar mit einem negativen Trend mitten in der Coronakrise zu rechnen, aber mit 70,4 Punkten liegt der Geschäftsklimaindex auf seinem niedrigsten Wert seit Beginn der Erhebungen 2006. Außerdem gab es mit minus 29,9 Punkten im Vergleich zu Dezember 2019 (100,3 Punkte) zugleich den heftigsten Rückschlag innerhalb eines Quartals. Der Consulting-Geschäftsklimaindex zeigt die Entwicklung des Beratungsgeschäfts über die vergangenen fünf Jahre und berücksichtigt dabei sowohl die aktuelle Geschäftssituation als auch den Zukunftsausblick der Unternehmen. Der Index wird alle drei Monate vom Bundesverband Deutscher Unternehmensberater e.V. (BDU) durch eine Mitgliederberatung ermittelt.

Der Wert von 70,4 Punkten bedeutet, dass die Einschätzungen zu den geschäftlichen Aussichten der Beratungsunternehmen im Vergleich zu 2015 um fast 30 Prozent schlechter ausfallen. Das entspricht einem Wert von aktuell minus 42 Punkten – und liegt zum ersten Mal überhaupt unter dem Wert für die Gesamtwirtschaft (-23 Punkte), der vom Ifo-Institut erhoben wird.

Kleinere Unternehmensberatungen trifft es besonders hart. Über die Hälfte der Unternehmen unter 50 Millionen Euro Jahresumsatz liegt bereits unter dem Budgetplan für 2020 (55 Prozent). Durch die Größe ihrer Projekte und langfristigere Verträge liegen rund zwei Drittel der Unternehmen über 50 Millionen Euro Umsatz noch im Plan, 59 Prozent bewerten auch den Auftragsbestand als „zufriedenstellend“.

Das Geschäftsklima im ersten Quartal 2020, zusammengesetzt aus Einschätzungen zur aktuellen Situation und dem Ausblick, liegt dagegen mit minus 35 Punkten für die mittelgroßen Beratungsunternehmen zwischen einer und zehn Millionen Euro Jahresumsatz noch am besten. Die Unternehmen unter einer Million Euro Jahresumsatz schätzen ihr Geschäftsklima mit minus 45 Punkten dagegen am schlechtesten ein. Die „Großen“ liegen mit minus 42 Punkten genau im Branchenschnitt.

Massive Einbrüche bei Personalberatungen, Sanierungsberater gewinnen

Auch nach Beratungsfeldern unterscheiden die Werte sich deutlich. Gerade Human-Ressources- (HR-) und Personalberatungen sehen massive Auftragseinbrüche. Hier wird der persönliche Kontakt besonders geschätzt, virtuelle Angebote werden weniger angenommen – und auch der Personalbedarf ist allgemein eher gesunken. Die HR-Beratungen haben daher mit 29 Prozent komplett stornierten Projekten zu kämpfen, im Branchenschnitt sind es nur 13 Prozent. Gewinner sind hier die Sanierungsberater, die 77 Prozent ihrer Projekte ohne größere Einschränkungen weiterführen können und auch bei der Auftragsentwicklung am besten dastehen: 32 Prozent der Sanierungsberater finden jetzt leichter Aufträge als vor der Krise.

Nach Branchen, in denen beraten wird, ergibt sich ebenfalls ein klares Bild: Das Geschäftsklima von Beratungen, die sich auf Chemie- und Pharmaunternehmen spezialisiert haben, liegt bei fast neutralen minus fünf Punkten, im Fahrzeugbau sind es dagegen minus 64 Punkte.

Fazit: Im Schnitt haben die befragten Beratungsunternehmen ihre Umsatzerwartungen um 18 Prozent nach unten korrigiert, 40 Prozent haben Kurzarbeit beantragt, 30 Prozent staatliche Förderung. Die Coronakrise hat somit weite Teile der Beratungsbranche erfasst.

Tristan Heming, Redakteur WirtschaftsWoche Online

https://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/geschaeftsklima-eingebrochen-bauchlandung-fuer-die-beratungsbranche/25756272.html

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Autobauer mit Finanzreserven, Zulieferer in Existenznot Autoindustrie vor Übernahmen und Notfusionen

10.04.2020

Die Coronavirus-Krise sorgt für heftige Einschläge in der Autoindustrie. Die großen Konzerne werden lange brauchen, um sich davon zu erholen, sagen die Berater von EY. In größerer Gefahr sehen sie aber vor allem die kleineren Zulieferer: Vielen droht das Aus, sie könnten die Lieferketten der Branche unterbrechen. Selbst wenn die Produktion bald wieder anläuft, könnten die Bänder mangels Teile bald wieder stillstehen.

Die Branchenexperten von Ernst & Young sorgen sich angesichts der Coronavirus-Krise vor allem um die kleineren Unternehmen in der Autoindustrie. Während die großen Konzerne auf ein großes Finanzpolster zurückgreifen und damit eine Produktionspause von einigen Wochen aushalten könnten, sei die Zulieferkette die Achillesferse der gesamten Industrie, schreiben die Berater in ihrer aktuellen Bilanzanalyse für die wichtigsten Autokonzerne.

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Das hochkomplexe System mit vielen Spielern insgesamt lebensfähig zu halten, sei nun die größte Herausforderung. “Wenn in einigen Wochen die Produktion hoffentlich wieder anläuft, wird sich erweisen, ob die Lieferketten gehalten haben”, sagte EY-Experte Peter Fuß. Im schlimmsten Fall stünden die Werke der Autobauer schon nach wenigen Tagen wieder still, weil wichtige Teile fehlen.

Branche steht vor Marktbereinigung

Constantin M. Gall, der bei EY den Bereich Automotive & Transportation leitet, sieht in der Coronavirus-Pandemie bereits einen “Katalysator für eine Marktbereinigung”. Sowohl bei Zulieferern als auch bei Händlern fürchtet er eine Welle an Insolvenzen. Es werde Übernahmen und aus der Not geborene Fusionen geben.

Insgesamt rechnet Gall in der Autoindustrie mit einem “nie dagewesenen Umsatz- und Gewinneinbruch”. “Die Autoindustrie wird tief in die roten Zahlen rutschen”, sagte er. Selbst wenn Produktion und Verkauf bald wieder anliefen, werde es lange dauern, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht sei. “Denn eine deutlich gestiegene Arbeitslosigkeit, Unternehmensinsolvenzen und Einkommensverluste werden die Nachfrage dämpfen”, sagte Gall. Es würden daher wohl staatliche Kaufanreize nötig.

Die Krise beschleunige nun einen Abwärtstrend, der schon vorher begonnen habe. Laut EY-Analyse arbeiteten die weltgrößten Autokonzerne im vergangenen Jahr so wenig profitabel wie seit mehr als zehn Jahren nicht.

Den Spitzenplatz in Sachen Profitabilität sicherte sich Toyota vor BMW und Volkswagen. Insgesamt verfügten die 17 größten Autokonzerne zum Jahresende laut Studie zusammen über 226 Milliarden Euro an liquiden Mitteln – knapp sechs Prozent mehr als im Jahr davor.

la/dpa

https://www.manager-magazin.de/unternehmen/autoindustrie/autoindustrie-uebernahmen-und-notfusionen-zulieferer-in-gefahr-a-1306214.html

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COVID-19: Wie Sie als Fitnessstudio-Betreiber mit dem Coronavirus umgehen können

Das Virus SARS-CoV-2 hinterlässt seine Spuren auf der ganzen Welt. Auch in Deutschland gelten erhöhte Sicherheitsstandards, die Auswirkungen des Krankheitserregers sind überall spürbar. Veranstaltungen werden abgesagt, die FIBO wurde auf unbestimmte Zeit verschoben, Desinfektionsmittel sind allerorten Mangelware. Was Sie als Studiobetreiber tun können, um Ihre Mitglieder zu schützen erfahren Sie hier.

Fitnessstudio: Schutz vor Coronavirus

Wissenswertes über COVID-19

Das Coronavirus SARS-CoV-2 ist kein neues Virus, es handelt sich um eine neuartige Mutation des Virus, welche die Krankheit COVID-19 auslöst. COVID-19 ist eine Erkrankung der Atemwege, die sich nur sehr schwer von einer gewöhnlichen Erkältung oder einer viralen Grippeerkrankung unterscheiden lässt. Symptome sind Fieber, trockener Husten und Muskelschmerzen, in einigen Fällen manifestiert sich die Krankheit auch in einem allgemeinen, schweren Krankheitsgefühl und Rückenschmerzen. In wenigen Fällen sind auch Symptome der oberen Atemwege möglich, dazu zählen Schnupfen und Halskratzen, manchmal wird eine COVID-19 Erkrankung auch von Durchfall begleitet.

Die Gefahr einer Verbreitung liegt mit einer Basisreproduktionszahl von 2,2 höher als bei einer normalen, durch Viren ausgelösten Grippe (Basisreproduktionszahl 1,2) aber deutlich niedriger als bei bakteriellen Erkältungen (Basisreproduktionszahl zwischen 12 und 17). Die Basisreproduktionszahl gibt vereinfacht gesagt an, wie viele Menschen durchschnittlich von einem Erkrankten angesteckt werden: SARS-CoV-2-Träger infizieren im Schnitt 2,2 weitere Menschen, während ein Mensch mit einer bakteriellen Erkältung 12 – 17 weitere Menschen ansteckt.

Bei Kontakt mit dem Coronavirus können nach einer Inkubationszeit von 2,5 – 12,5 Tagen Symptome auftreten, daher wird in Verdachtsfällen eine Quarantäne von 14 Tagen angesetzt.

Bei 81% aller Erkrankten nimmt COVID-19 einen milden Krankheitsverlauf, in 14% der Fälle ist der Verlauf schwer, in 5% der Fälle kritisch. In Deutschland sind momentan laut WHO 1296 bestätigte Fälle einer Corona-Infektion bekannt. Das bedeutet, 0,002 % der Deutschen sind durch die Infektion mit Corona betroffen. Im Vergleich dazu sind mit Stand vom 06. März 2020 bereits 119.280 bestätigte Fälle von Influenza in Deutschland gemeldet worden, das entspricht 0,15% der Bevölkerung.

Hygienemaßnahmen im Fitnessstudio

Im Prinzip sind die normalen Hygienevorschriften für Fitnessstudios bereits völlig ausreichend, um Ihre Mitglieder, Mitarbeiter und sich selbst vor einer Verbreitung des Coronavirus zu schützen. Kontrollieren Sie am besten noch einmal Ihren Hygieneplan und sorgen Sie dafür, dass der Hygieneplan auch eingehalten wird.

Laut Hygienevorschriften sind die Bereiche im Fitnessstudio in diesen Zeitabständen zu reinigen und zu desinfizieren:

  • Toiletten, Duschen, Barfußbereich → täglich
  • Flächen, die mit Händen in Berührung kommen → täglich
  • Trainingsgeräte → 1x pro Woche
  • Böden im Sport- und Eingangsbereich → 1x pro Woche
  • Fenster, Türen, Schränke → 1x im Monat

Durch die akute Situation können Sie den Hygieneplan anpassen und das Zeitintervall bei der Reinigung und Desinfektion etwas senken. Normalerweise arbeiten das Studio und die Mitglieder gerade bei der Hygiene der Trainingsgeräte Hand in Hand, die meisten Mitglieder nutzen sicher auch die angebotenen Desinfektionsmittel um die Geräte nach dem Workout zu reinigen – gehen Sie an dieser Stelle jedoch besser auf Nummer sicher und lassen Sie die Geräte 1 x täglich von Ihren Mitarbeitern desinfizieren.

Holen Sie Ihre Mitglieder ins Boot!

Am wirkungsvollsten lässt sich die Verbreitung des Coronavirus verhindern, indem jeder Mensch einige einfache Hygienemaßnahmen beachtet. Passende Infografiken stellt das Bundesministerium für Gesundheit zur Verfügung, die Infografik als pdf finden Sie hier.

Weiterführende Informationen über Hygiene und eine Fülle an verschiedenen Infografiken bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung über das Portal infektionsschutz.de an. Hängen Sie die Hygieneempfehlungen gut sichtbar in Ihrem Studio aus. Unterstützend können Sie weitere Infografiken wie “Richtig Hände waschen – Erwachsene” auf den Toiletten aushängen.

Übertreiben Sie nicht – Sie müssen nicht das komplette Studio mit Infotafeln überfrachten. Es handelt sich um einfache, gut umzusetzende Hygienemaßnahmen, die sowieso Standard sein sollten.

Zeigen Sie Ihren Mitgliedern, dass Sie die aktuelle Situation nicht auf die leichte Schulter nehmen und generell gut gewappnet sind, was die Hygiene in Ihrem Fitnessstudio betrifft. Um Ihren Mitglieder ein gutes, sicheres Gefühl beim Training zu geben, können Sie Ihre Maßnahmen transparent machen. Sie können beispielsweise den Hygieneplan im jeweiligen Bereich aushängen und vom ausführenden Mitarbeiter abzeichnen lassen. So können Ihre Mitglieder sehen, wie sauber Ihr Studio ist.

Fazit

Auch wenn das Coronavirus die mediale Berichterstattung fest im Griff hat sollten Sie nicht in Panik verfallen. Als Studiobetreiber sollten Sie Ihren Hygieneplanund die Umsetzung der Hygienevorschriften in Ihrem Studio prüfen und gegebenenfalls anpassen. Mit Hilfe von einer oder zwei Infografiken können Sie Ihre Mitglieder dazu anhalten, einige einfache Maßnahmen einzuhalten um die Verbreitung infektiöser Krankheiten zu erschweren.

Regelmäßiges Händewaschen schützt vor der Verbreitung des Corona-Virus! Jetzt Seife und Seifenspender beim Zentraleinkauf von fitnessmarkt.de finden!

Redaktion fitnessmarkt.de (DG)

Bildnachweis: #325332407 Prostock-studio / stock.adobe.com

Veröffentlicht am: 11. März 2020

https://www.fitnessmarkt.de/magazin/artikel/covid-19-wie-sie-als-fitnessstudio-betreiber-mit-dem-coronavirus-umgehen-koennen