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Online-Umfrage : Ist das klassische Recruiting am Ende?

Corona hat alles durcheinandergebracht. Manche Unternehmen verzeichnen einen erhöhten Personalbedarf, andere haben ihr Recruiting stark reduziert. Für alle gilt: Die Einstellungsprozesse ändern sich. Eine Umfrage ermittelt die kurz- und mittelfristigen Folgen.Mehr zum Thema ‘Coronavirus’…Mehr zum Thema ‘Recruiting’…Mehr zum Thema ‘Bewerbermanagement’…

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Die PKV-Anbieter mit dem größten Vollversichertenschwund

29.4.2020 – Zum Redaktionsschluss lagen die Vollversichertenzahlen von 17 Anbietern vor. Sieben bauten ihren Bestand aus, allen voran der Marktführer Debeka mit einem Plus von über 41.000. Zehn Gesellschaften hatten Bestandsverluste zu verzeichnen. Einbußen im fünfstelligen Bereich standen für die DKV und die Allianz zu Buche. Prozentual am stärksten legte die Concordia mit fast einem Zehntel zu. Am deutlichsten geschrumpft ist mit fast drei Prozent die Gothaer.

Im vergangenen Jahr ist der Bestand an Krankenvollversicherten nach Angaben des Verbands der Privaten Krankenversicherung e.V. (PVK-Verband) zum achten Mal in Folge zurückgegangen. Das Minus fiel mit „voraussichtlich“ 0,1 Prozent auf 8,73 Millionen allerdings so niedrig aus wie in keinem der Vorjahre.

Dies teilte der Verbandsvorsitzende Dr. Ralf Kantak Ende Januar auf der Jahrespressekonferenz der deutschen Versicherungswirtschaft mit (VersicherungsJournal 29.1.2020).

Die PKV-Gesellschaften mit den größten Rückgängen

Eine erste Übersicht des VersicherungsJournals über 17 Gesellschaften – das entspricht etwa der Hälfte der Marktteilnehmer – zeigt zehn Anbieter mit Nettorückgängen bei der Zahl der Vollversicherten. Datengrundlage sind Unternehmens-Mitteilungen beziehungsweise bereits vorliegende Geschäftsberichte (Stand: 27. April).

Das größte Minus nach absoluten Zahlen hatte nach jetzigem Stand die DKV Deutsche Krankenversicherung AG mit annähernd 16.500 Personen zu verzeichnen. Eine Verminderung im fünfstelligen Bereich weist auch die Allianz Private Krankenversicherungs-AG aus.

Einbußen von jeweils über 6.000 waren bei der Bayerischen Beamtenkrankenkasse AG (BBKK) und der Central Krankenversicherung AG zu beobachten. Über 4.000 Vollversicherte verlor die Gothaer Krankenversicherung AG. Die Hallesche Krankenversicherung a.G. büßte über 3.000 Vollversicherte ein.

Größte Rückgänge (Bild: Wichert)

Die UKV – Union Krankenversicherung AG und die Universa Krankenversicherung a.G. schrumpften ebenfalls im vierstelligen Bereich. Zu den Anbietern mit Rückgängen zählen zudem die Versicherer im Raum der Kirchen Krankenversicherung AG (früher Pax-Familienfürsorge) sowie die Württembergische Krankenversicherung AG.

Sieben Unternehmen legten bei den Vollversicherten zu

Die Gruppe der derzeit sieben Unternehmen mit einem Nettozuwachs wird auch in diesem Jahr vom Debeka Krankenversicherungs-Verein a.G. angeführt. Der Branchenprimus (18.7.2019) spielte auch 2019 wieder in einer eigenen Liga und akquirierte im Berichtsjahr über 41.200 neue Vollversicherte.

Die Axa Krankenversicherung AG erzielte ein Plus von gut 4.000 Personen. Die Huk-Coburg-Krankenversicherung AG und die Concordia Krankenversicherungs-AGwuchsen im niedrigen vierstelligen Bereich.

Größte Zugänge (Bild: Wichert)

Ihren Bestand ausgebaut haben auch die Alte Oldenburger Krankenversicherung AG, die Nürnberger Krankenversicherung AG und die Provinzial Krankenversicherung Hannover AG.

Die Anbieter mit den größten prozentualen Veränderungen

Das stärkste prozentuale Wachstum weist die mit einem Bestand von knapp 13.900 vergleichsweise kleine Concordia mit annähernd einem Zehntel aus. Um über ein Prozent legten die Debeka und die Alte Oldenburger zu.

Veränderungen prozentual (Bild: Wichert)

Der stärkste Rückgang lässt sich mit fast drei Prozent für die Gothaer errechnen. Vergleichsweise hohe Verminderungsraten waren mit jeweils über zwei Prozent auch bei DKV, UKV, BBKK und Central zu beobachten.

Björn Wichert

VersicherungsJournal Deutschland – Die PKV-Anbieter mit dem grössten Vollversichertenschwund

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Wie CEOs sich in sozialen Netzwerken richtig verhalten

Von Malik Riaz Hai Naveed:29. April 2020

Immer noch halten viele CEOs ihre Präsenz in sozialen Medien für verzichtbar. Dabei wären sie die effektivsten Reputationsmanager. Fünf Tipps, wie der Auftritt des CEO in den Social-Channels gelingt.

Text: W&V Leserautor

Malik Riaz Hai Naveed ist Gründer und Geschäftsführer der Hai-Class Agency in Hamburg.Malik Riaz Hai Naveed ist Gründer und Geschäftsführer der Hai-Class Agency in Hamburg.

Foto: Hai-Class Agency

Oft wird abfällig von “zwitschernden” CEOs gesprochen, wenn sich Vorstände entscheiden, einen Twitter-Account einzurichten und diesen auch zu nutzen. Allein diese Tatsache zeigt, dass Social-Media-Kommunikation auf CEO-Ebene häufig belächelt und deren Stellenwert nicht ernst genommen wird. Aber gerade jetzt in der Krise sollten CEOs als Kapitäne auf die Brücke gehen.

Anfang April hat die Macromedia Hochschule eine Pilot-Studieherausgebracht, in der sie erstmals 30 Dax-CEOs nach ihrem Erfolg auf Social-Media-Kanälen wie LinkedIn und Twitter bewertete. Das Ergebnis ist ernüchternd: Mit 3,7 von 10 Punkten war Jennifer Morgan von SAP die am besten Bewertete von allen. Das half ihr zwar auch nicht mehr, als sie wenige Tage später aus dem Vorstand entlassen wurde. Aber 13 der 31 Konzernlenker sind auf keiner einzigen Plattform vertreten, acht nutzen nur einen Kanal.

Der CEO als höchster Reputationsmanager

Dass es auch anders geht, hat Opel mit Ex-CEO Karl-Thomas Neumanngezeigt, der als oberster Reputationsmanager Twitter aktiv nutzte und so auch dem Brand-Image von Opel positiv helfen konnte. Ein Highlight war, dass Neumann über den Twitter-Kanal seinen Nachfolger präsentiert hat.

Fehlende Sichtbarkeit der CEOs hat auch Frank Dopheide kritisiert, denn trotz riesiger Kommunikationsabteilungen ist die Wirtschaftselite Deutschlands der Allgemeinheit weder mit Namen noch mit Gesicht bekannt. Gerade jetzt in der Krise “gehört der Kapitän an Deck. Jetzt gilt es, vor der Mannschaft und vor aller Augen das Steuer fest in die Hand nehmen.” Absolut richtig, denn was schafft mehr Vertrauen als Kommunikation auf Augenhöhe von Mensch zu Mensch? Ein trockener Intranet-Eintrag à la “Wird schon werden” hilft sicher nicht.

https://www.wuv.de/karriere/wie_ceos_sich_in_sozialen_netzwerken_richtig_verhalten

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Daimler-Jobabbau: Daimler schult Chefs für Trennung von Mitarbeitern Klaus Köster,

24.04.2020

Über 10 000 Mitarbeiter will der Daimler-Konzern abbauen. Ein internes Papier deutet darauf hin, dass er dabei mit heftiger Gegenwehr rechnet. Denn angesichts der Coronakrise sinkt die Bereitschaft der Mitarbeiter zum freiwilligen Ausscheiden offenbar rapide.

Stuttgart – Der Stuttgarter Daimler-Konzern bereitet seine Führungskräfte auf harte Auseinandersetzungen mit Mitarbeitern vor, die sich dem geplanten Stellenabbau widersetzen. In einem internen Papier, das unserer Zeitung exklusiv vorliegt, werden die Führungskräfte aufgefordert, die Trennungsabsicht unmissverständlich zu kommunizieren und jeden Eindruck zu vermeiden, dass es noch einen Spielraum für Verhandlungen gebe. Die Gespräche seien möglichst nach 15, spätestens aber nach 30 Minuten zu beenden. In dieser Zeit solle ein Vertreter der Personalabteilung bereits den weiteren Ablauf der Trennung erläutert haben.

Dringend wird den Chefs davon abgeraten, sich von der Entscheidung zum Personalabbau zu distanzieren, obwohl sie auch selbst noch davon betroffen sein könnten.

Was, wenn die Frau schwer krank ist?

Die Führungskräfte sollten sich auf sehr unterschiedliche Reaktionen der Mitarbeiter vorbereiten. Dazu gehörten Aussagen wie: „Meine Frau/Mann ist schwer krank“, „jetzt soll ich ausbaden, was das Management verbockt hat“, „du hattest mich doch schon immer auf dem Kieker“ oder „bist du verrückt? Gerade jetzt? In dieser unsicheren Zeit?“. Die Führungskräfte sollten respektvoll auftreten, sich aber zugleich darüber im Klaren sein, wie wichtig es ist, die Mitarbeiter tatsächlich zur Unterschrift unter einen Aufhebungsvertrag zu bewegen.

Wer stur bleibt, hat es schwer

Wer stur bleibt, dem solle die Botschaft übermittelt werden, es könne sein, dass sich „alles für dich verändert. Dann musst du in Zukunft sehen, wie du mit dieser Unsicherheit im beruflichen Umfeld umgehen kannst.“ Zudem müsse dann die Frage geprüft werden, welche Auswirkungen die Situation „auf die nächsten Performance-Gespräche und Feedbacks“ habe. Somit wirkt sich die Verweigerung einer Unterschrift möglicherweise auf künftige Leistungsbeurteilungen des Mitarbeiters aus.

Keiner will in der Coronakrise gehen

Nach Informationen unserer Zeitung erwartet der Konzern, dass angesichts der Corona-Krise wesentlich weniger Mitarbeiter freiwillig ausscheiden werden als bisher geplant. Schon vor Corona hatte Daimler einen großen Stellenabbau angekündigt. Die Schulung soll offenbar dazu führen, dass Vorgesetzte den Druck auf Beschäftigte erhöhen. Konzernchef Ola Källenius appelliert in dem Papier an die Vorgesetzten, die Vorgaben erfolgreich umzusetzen.

Eine Konzernsprecherin wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Thema äußern.

Daimler-Jobabbau: Daimler schult Chefs für Trennung von Mitarbeitern

Daimler-Jobabbau: Daimler schult Chefs für Trennung von Mitarbeitern

Klaus Köster

Über 10 000 Mitarbeiter will der Daimler-Konzern abbauen. Ein internes Papier deutet darauf hin, dass er dabei m…

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IAB-Prognose Arbeitslosenzahl steigt im Jahresschnitt um eine halbe Million

Binnen Wochen sind die Prognosen des Forschungsinstituts der Arbeitsagentur immer düsterer geworden: Deutschland stürzt in die tiefste Rezession der Nachkriegsgeschichte – und die Arbeitslosigkeit steigt stark.

Von Markus Dettmer

24.04.2020, 10.30 Uhr

Arbeitsagentur in Stuttgart: “Enorme Wucht des wirtschaftlichen Schocks”

Sebastian Gollnow/ DPA

Es ist gerade einmal fünf Wochen her, da rechnete das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) noch damit, dass der deutsche Arbeitsmarkt glimpflich aus der Coronakrise kommen könnte. Im Jahresschnitt könne die Arbeitslosenzahl lediglich um 90.000 über dem Jahr 2019 liegen – vorausgesetzt, die massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens dauerten nicht zu lange, schränkten die Forscher damals ein.

Heute legt das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit eine neue Prognose vor, und diese Hoffnung ist begraben: Nun gehen die IAB-Forscher davon aus, dass die Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt um 520.000 Personen im Vergleich zum Vorjahr ansteigen wird – auf durchschnittlich 2,79 Millionen Menschen. In den kommenden Monaten werde sie sogar auf mehr als drei Millionen Menschen steigen. “Der Arbeitsmarkt ist an sich robust, eine deutliche Verschlechterung wird sich angesichts des massiven Corona-Schocks aber nicht vermeiden lassen”, sagt Enzo Weber, der am IAB den Bereich Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen leitet.

Ausgangslage

Die deutsche Wirtschaft stürzt nach Ansicht der IAB-Forscher gerade in die schwerste Rezession der Nachkriegsgeschichte. Sie weisen darauf hin, dass die Einschätzungen zur Entwicklung der Wirtschaft und dem Arbeitsmarkt mit hohen Unsicherheiten behaftet seien, da der Fortgang der Pandemie und der Eindämmungsmaßnahmen nur schwer einzuschätzen seien.

Bei ihrer Vorausschau gehen sie nun davon aus, dass die Öffnung des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft Schritt für Schritt bis zum Jahresende erfolgt. Neue Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie könnten dabei verhindert werden, Auflagen wie das Abstandsgebot bestünden fort. Einzelne Bereiche wie etwa Großveranstaltungen könnten dabei bis zum Ende des Jahres noch stark eingeschränkt sein.

Das schlimmste Szenario haben die Forscher noch gar nicht berechnet: Es sei derzeit nicht auszuschließen, dass sich die globale Rezession zu einer systemischen Krise auswachsen könnte. “Ausmaß und Wirkungsweise einer solchen Krise sind unvorhersehbar und werden durch die vorliegende Vorausschau nicht abgedeckt”, schreiben die Wissenschaftler. Andererseits könne sich die Lage auch günstiger entwickeln als in der Vorschau angenommen, wenn eine zügige Öffnung der Wirtschaft bei angemessenem Gesundheitsschutz möglich wäre oder unerwartet schnell ein Impfstoff oder eine effektive Behandlungsmethode zur Verfügung stünde.

Wirtschaftswachstum bricht ein

Der globale Konjunktureinbruch hat drastische Auswirkungen auf den Welthandel. Die Forscher gehen davon aus, dass das weltweite Handelsvolumen in diesem Jahr um ein Viertel gegenüber 2019 abnehmen wird. In Deutschland werden die Exporte stärker sinken als die Importe und damit der deutsche Handelsüberschuss zurückgehen. Im zweiten Quartal werde das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 14,6 Prozent sinken, danach komme eine Erholung in Gang. Insgesamt werde allerdings 2020 das reale BIP um 8,4 Prozent schrumpfen, so die Forscher. Die Werte sind drastisch schlechter als noch in der IAB-Frühjahrsprognose vom März.

Arbeitsmarkt unter massivem Druck

Obwohl der Arbeitsmarkt noch immer robust ist, Unternehmen sich wie in der Finanzkrise immer noch scheuen, Fachkräfte zu entlassen und Instrumente wie Kurzarbeit helfen, Arbeitslosigkeit abzuwenden, wird es zu deutlichen Verschlechterungen bei Beschäftigung und Arbeitslosigkeit kommen. “Das liegt zunächst an der enormen Wucht des wirtschaftlichen Schocks”, heißt es in dem Bericht. “Neu sind vor allem die unmittelbaren Ausfälle von Wirtschaftstätigkeit gerade in Bereichen, die üblicherweise weniger von Konjunkturschwankungen betroffen sind.” Insbesondere treffe dies eher kurzfristige Beschäftigungsverhältnisse, Einfacharbeitsplätze und Minijobs, die in vielen der vom Shutdown betroffenen Bereichen stark vertreten seien.

In den kommenden Monaten werde die Zahl der Erwerbstätigen um rund eine Million Personen sinken. Darunter seien auch etliche Hunderttausend Minijobber. Zwar werde sich die Beschäftigung bei einer schrittweisen Öffnung erholen. Doch im Jahresschnitt rechnet das IAB damit, dass die Zahl der Erwerbstätigen um 470.000 Personen sinken werde.

Die Zahl der Arbeitslosen werde auf Basis der Vorausschau in den nächsten Monaten auf mehr als drei Millionen steigen. Im Zuge der angenommenen Normalisierung werde sie im Verlauf der zweiten Jahreshälfte wieder gut die Hälfte des vorherigen Anstiegs wettmachen. Für den Jahresdurchschnitt 2020 ergebe sich daher eine Zunahme der Arbeitslosigkeit um gut eine halbe Million Menschen gegenüber dem Vorjahr.

Kurzarbeit wird stärker steigen als Arbeitslosigkeit

Bislang haben 718.000 Betriebe Antrag auf Kurzarbeit gestellt, so das IAB, und damit jeder dritte Betrieb in Deutschland. In der Coronakrise machen verstärkt auch Kleinbetriebe von der Kurzarbeit Gebrauch, anders als in den Krisen zuvor.

Eine Befragung der Hans-Böckler-Stiftung schätzte gerade die Zahl der Kurzarbeiter in der ersten Aprilhälfte auf rund vier Millionen Beschäftigten. Das IAB rechnet in der aktuellen Prognose nun für 2020 mit im Jahresdurchschnitt 2,5 Millionen Kurzarbeitern.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/arbeitslosigkeit-ueber-500-000-mehr-menschen-ohne-job-iab-prognose-a-e8434192-b51c-48d5-ad8d-a5a260f9967a

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Solo-Selbständige: Wegen Corona in Hartz IV?

23.04.2020, 16:25 Uhr

Wenn Solo-Selbständigen die Aufträge wegbrechen, kann es manchmal schnell gehen mit dem Abrutschen in die Grundsicherung. Denn nicht alle haben Zugang zu den Soforthilfen des Bundes. Und auch das bayerische Sonderprogramm hilft nicht allen weiter.

Sie arbeiten zum Beispiel als Fitness-Coach, Musiklehrerin, Hausmeister oder freie Journalistin: die sogenannten Solo-Selbständigen. Manche haben ein eigenes Büro, einen Dienstwagen und eine teure Arbeitsausrüstung. Doch viele Solo-Selbständige arbeiten beim Kunden oder in der eigenen Wohnung, benutzen ältere Geräte und sind mit dem Fahrrad unterwegs. In der Regel verdient diese Gruppe keine großen Summen, hat fast keine Rücklagen und ist auch nicht gegen Arbeitslosigkeit versichert.

50 Milliarden-Hilfsprogramm erfasst nicht alle Solo-Selbständige

Generell stehen für Solo-Selbständige und Kleinstbetriebe 50 Milliarden Euro als Soforthilfe des Bundeswirtschaftsministeriums zur Verfügung. Darin enthalten sind bis zu 9.000 Euro für jeden Solo-Selbständigen in Form einer Einmalzahlung für drei Monate. Dieser Betrag muss nicht zurückgezahlt werden.

Das Geld soll die wirtschaftliche Existenz sichern und akute Liquiditätsengpässe überbrücken. Der Haken dabei: Dieses Geld darf nur für laufende Betriebskosten verwendet werden. Also etwa für Büro- oder Ladenmieten, Leasing-Raten oder Ähnliches. Lebenshaltungskosten oder Wohnungsmieten dürfen damit nicht beglichen werden. Wer keine Betriebsausgaben hat, bekommt diese Soforthilfe folglich nicht.

Zugang zu Hartz IV erleichtert

Dann bleibt für den Lebensunterhalt nur der Weg in die Grundsicherung der Bundesagentur für Arbeit. Zum Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich Hartz IV. Immerhin – dieser Zugang wurde erleichtert. Die Vermögensprüfung ist stark vereinfacht, sechs Monate lang wird die Miete in voller Höhe übernommen. Die Selbständigkeit muss in diesem Zeitraum auch nicht aufgegeben werden. Doch nach dem halben Jahr wird man zum “ganz normalen” Bezieher von Arbeitslosengeld II.

In den Wirtschaftsministerien der Bundesländer wurde auf die prekäre Lage vieler Solo-Selbständiger mittlerweile reagiert. Die Antworten fallen unterschiedlich aus.

Bayern: Sonderprogramm für Künstler und Publizisten

Bayern hat ein Sonderprogramm ins Leben gerufen. Es umfasst 90 Millionen Euro, wird vom Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst ausgereicht und richtet sich an soloselbständige Künstler und Publizisten. Für jeden Berechtigten steht ein Höchstbetrag von drei Mal 1.000 Euro bereit. Zum Kreis der Berechtigten zählt, wer als Selbständiger in der Künstlersozialkasse Mitglied und auf diesem Weg kranken- und rentenversichert ist.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi Bayern kritisiert, das damit nicht alle Berufsgruppen erfasst werden. Sie fordert, besser das Modell des Nachbarlandes Baden-Württemberg zu übernehmen.

Baden-Württemberg: Der Solo-Selbständige als “fiktiver Unternehmer”

In Baden-Württemberg geht man einen anderen Weg: Hier wird allen Solo-Selbständigen im Rahmen der Antragstellung für das Hilfsprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums (maximal 9.000 Euro/drei Monate) die Möglichkeit eingeräumt, sich selbst einen “fiktiven Unternehmerlohn” zuzurechnen. Dieser darf allerdings den gesetzlichen Pfändungsfreibetrag in Höhe von 1.178,59 Euro pro Monat nicht übersteigen. Er ersetzt den Anspruch auf Grundsicherung nicht. Das Geld dafür wird vom Land bereitgestellt.

Wie geht es weiter?

Die Wirtschaftsministerien der Bundesländer haben sich bereits am 8. April mit der Problematik befasst und “in einem breiten Konsens beschlossen”, den Bundeswirtschaftsminister zu einer Neuregelung aufzufordern. Zum Ausgleich “substanzieller Umsatzeinbrüche” sollen im Rahmen der Soforthilfe des Bundes für jeden Solo-Selbständigen bis zu drei mal 1.000 Euro monatlich zur Verfügung gestellt werden (getreu dem bayerischen Modell).

Die Wirtschaftsminister von Bremen und Nordrhein-Westfalen haben eine zusätzliche Variante vorgeschlagen: Ein Optionsmodell, das dem Antragsteller für die Absicherung des Lebensunterhalts drei Monate lang die Wahl lässt zwischen dem Bezug von Grundsicherung nach Arbeitslosengeld II (dem Modell der Bundesregierung) oder einen Ansatz innerhalb der Soforthilfe etwa in Höhe der Pfändungsfreigrenze (das baden-württembergische Modell).

Über ihr weiteres Vorgehen werden die Wirtschaftsminister der Länder noch in dieser Woche beraten.

https://www.br.de/nachrichten/wirtschaft/solo-selbstaendige-wegen-corona-in-hartz-iv,RwzBnS3

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Machiavelli im Home-Office Business-Coach Peter Modler erklärt, wie Sie Intrigen von Kollegen und Chefs kontern

Elke Hartmann-Wolff, 19.04.2020


Ärger im Home Office? Coach Modler erklärt, wie man reagieren kann (Symbolbild), Getty Images/iStockphoto

Der Chef inszeniert sich wie immer, die neue Kollegin ist zickig! Hier erklärt Führungskräfte-Coach Peter Modler, welche Strategie jetzt zieht.

Millionen von Angestellten und Führungskräften erledigen ihre Jobs zurzeit ausschließlich von zu Hause aus. Das mag sich zunächst wie ein kleines Abenteuer angefühlt haben.

Doch nach den ersten Wochen merkt so mancher, dass im Home-Office neben der lahmen Internet-Verbindung und den gelangweilten Kindern noch ganz andere Herausforderungen warten: Kollegen und Vorgesetzte, denen jedes Mittel recht ist, um sich einen persönlichen Vorteil zu verschaffen.

Der Freiburger Unternehmensberater und Coach Peter Modler, 65, weiß, wie man gekonnt pariert.

“Home-Office bringt ganz spezifische Probleme”

FOCUS: Herr Modler, Sie bieten seit Kurzem ein Coaching zum Thema „Machtspiele im Home-Office“ an. Wie ist die Nachfrage?

Peter Modler: Enorm! Die wirtschaftliche Lage ist ja dramatisch, ausgenommen Teile der Pharma- und der IT-Branche. Egal, ob CEO eines Dax-Unternehmens oder Angestellter, viele sind gerade um ihre berufliche Zukunft besorgt, einige sind gar verzweifelt. Und mitten in dieser Krise arbeiten jetzt viele ausschließlich vom heimischen Schreibtisch aus. Dass das Home-Office ganz spezifische Probleme mit sich bringt, verstehen aber manche erst etwas spät.

Wenn man in der Videokonferenz einfach “vergessen” wird

FOCUS: Was meinen Sie damit?

Modler: Ich will Ihnen ein Beispiel geben. Kommunikation läuft dieser Tage größtenteils über Videokonferenzen ab. Meist gibt es dabei einen Gastgeber, der dazu einlädt, den Host. Der hat dabei technische Vorrechte, die die anderen Teilnehmer nicht haben: Ton ausschalten, Bild wegdrücken. Vielleicht „vergisst“ der Host, Sie über ein wichtiges Meeting zu informieren, vielleicht sogar zwei-, dreimal.

Wenn all die anderen Informationswege, die wir sonst im Büroalltag haben, wegfallen, ist man in einer solchen Situation ziemlich schnell vom Geschehen abgeschnitten und landet im Off. Solche verdeckten horizontalen Aktionen finden gerade massiv statt.

FOCUS: Können Sie bitte „horizontal“ erklären?

Modler: Vereinfacht gesprochen, geht man in der Soziolinguistik von zwei verschiedenen Kommunikationssystemen aus, von einem horizontalen und einem vertikalen. Wer vertikal kommuniziert, will zu Beginn eines Meetings erst mal Rang und Revierfragen abklären, erst danach geht es um die Inhalte.

Horizontal orientierte Menschen sind zuerst an zwischenmenschlichen Botschaften und Sachfragen interessiert, übersehen aber häufig, was machtpolitisch abläuft.

FOCUS: Ziehen horizontale Kommunikatoren die Strippen anders als vertikale?

Die Geschichte mit den angeblichen Pannen

Modler: Horizontale arbeiten mit indirekter Aggression, etwa durch raffinierte Ausschlussmechanismen. Wenn Sie so jemanden dann darauf ansprechen, wieso Sie denn nicht zur Videokonferenz eingeladen wurden, bekommen Sie zu hören: „Ach herrje, das war ein Versehen, tut mir schrecklich leid!“ Tut’s natürlich nicht. Wenn derjenige bei einer Diskussion einen unliebsamen Kollegen – während dieser spricht – aus der Konferenz wirft, wird er das auf technische Probleme schieben.

Das ist bei vertikalen Kommunikatoren total anders, die haben überhaupt kein Problem, als Aggressor offen in Erscheinung zu treten. Im Gegenteil: Die sind sogar stolz darauf.

FOCUS: Wie geht ein vertikaler Aggressor vor?

Modler: Der fällt einem Kollegen, während dieser sein Projekt präsentiert, lautstark ins Wort und sagt beispielsweise: „Das interessiert hier doch niemanden.“ In diesem Moment nützt es nichts, wenn Sie dieser Person mit geschliffenen Argumenten entgegentreten. Hier geht es nicht um Sachfragen, sondern um Rangspiele.

Deshalb sollten Sie auf „Basic Talk“ umstellen, selbst wenn Sie es gewohnt sind, geistreich zu formulieren. Nehmen Sie das verbale Material, das Ihnen vor die Füße geworfen wird, und drehen Sie es ins Gegenteil um: Das interessiert hier jeden. Dann geht es vielleicht noch ein bisschen hin und her zwischen den zwei Parteien, aber nach dem Meeting bleibt nichts Belastendes zurück. Für horizontale Gegner mit ihren Ausschlusstricks brauchen Sie eine andere Strategie.

“Bauen Sie eine virtuelle Kaffeeküche auf”

FOCUS: Wozu raten Sie?

Modler: Eine direkte Konfrontation bringt Sie meist nicht weiter, da die andere Seite nur ausweichen wird. Die Energie steckt man besser in den Aufbau eines neuen Netzwerks mit anderen Kollegen, aus dem man fortan Querinformationen beziehen kann. Information ist der Schlüssel im Home-Office, mit ihr steht und fällt alles.

Bauen Sie eine virtuelle Kaffeeküche auf, verabreden Sie sich jeden Tag um dieselbe Uhrzeit mit einer kleinen Gruppe Kolleginnen und Kollegen, um einfach so zu plaudern oder zu tratschen. Ganz wie im realen Leben. Das ist nicht gemütlich, das ist Politik.

FOCUS: Wer spielt Machtspiele besser, der horizontale Kommunikationstyp oder der vertikale?

Modler: Das kann man generell nicht sagen, beide haben Stärken und Schwächen.

FOCUS: Ist das auch eine Frage des Geschlechts?

Modler: Ich beobachte, dass der horizontale Stil bei Frauen häufiger vorkommt als bei Männern, aber das sind nur Tendenzen, keine Ausschlüsse.

Typen, die sich “inszenieren wie in einem Bühnenstück”

FOCUS: Woran erkenne ich vorab, mit welchem Typus ich es zu tun habe?

Modler: Die vertikalen Vertreter inszenieren sich im Arbeitsleben wie in einem Bühnenstück. Betreten sie den Besprechungsraum, gehen sie langsam, sprechen lauter als nötig und nehmen Kontakt mit den politisch wichtigen Figuren auf. Diese Bühne gibt es auch auf dem Bildschirm. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Vertikaler bei einer Videokonferenz sein Gesicht in Großaufnahme zeigt, ist relativ hoch.

Die horizontalen Kommunikatoren hingegen sitzen häufig entfernt von der Kamera und sind mit Unterlagen beschäftigt. Da können Sie noch so kompetent sein, wenn Ihr Gesicht kleiner wirkt, haben Sie weniger Impact.

FOCUS: Überschätzen Sie nicht die Bedeutung der Inszenierung gegenüber der Qualifikation?

Modler: Ich erlebe gerade eher, wie unbedarft manche Menschen mit diesen Fragen umgehen, während andere sich taktisch geschickt verhalten. Vielleicht können Sie solche Fragen ignorieren, wenn Sie in einem Start-up arbeiten, aber wenn Sie in der aktuellen Situation Führungsanspruch oder Kompetenz zeigen wollen, sollten Sie die Eigendarstellung nicht unterbewerten.

Auch in Krisenzeiten geht es nicht nur darum, etwas auf hohem Niveau zu leisten, sondern auch darum, seine Leistung herauszustellen. Die Kanzler-Schröder-in-Gummistiefeln-Optik hat ihre Wirkung. So mancher fühlt sich nicht wohl dabei, sich bestmöglich zu vermarkten oder zu verkaufen.

“Was nicht verkauft wird, ist meine Persönlichkeit”

FOCUS: Reden Sie da nicht den Aufschneidern das Wort?

Modler: Ich würde das gern ein bisschen entmoralisieren. Corona-Krise hin oder her, wir leben immer noch in einem Kapitalismus. Um es mit Marx zu sagen: Hier wird Arbeitskraft verkauft. Und Verkauf bedeutet auch Werbung. Was aber eben nicht verkauft wird, ist meine Persönlichkeit.Ich werde ja immer nur für einen Ausschnitt meiner Komplexität bezahlt, die ich als Mensch mitbringe. Die Trennlinie zwischen mir als Mensch und meiner Rolle im Berufsgeschehen sollte man unbedingt ziehen. Dann ist das ein Schutz, und man nimmt auch nicht gleich alles so persönlich.

FOCUS: Ist es nicht verständlich, Wertschätzung und Anerkennung von Vorgesetzten zu erwarten?

Modler: Doch, selbstverständlich. Aber wenn ich mich als Mensch nur wertvoll fühle, weil mein Chef mich lobt, habe ich ein Problem.

Beruflicher Small Talk mit dem Chef

FOCUS: Zurück zum Selbstmarketing. Nehmen wir an, ich arbeite in einem Team. Wie schaffe ich es, dass mein Vorgesetzter meine individuelle Leistung wahrnimmt?

Modler: Horizontal kommunizierende Menschen finden es sehr häufig abstoßend, sich in den Vordergrund zu spielen, sie setzen lieber auf Leistung, die sich von selbst erklärt. Das verstehe ich, es ist aber auch in der aktuellen Situation zu wenig. Es reicht nicht, nur Arbeitsergebnisse als PDF zu verschicken.

Auch wenn sich jemand unbehaglich dabei fühlt, empfehle ich, regelmäßig eine kurze Mail mit beruflichem Small Talk an den Vorgesetzten zu schicken: Zwischenschritt eins ist erledigt, jetzt fange ich mit Schritt zwei an, der zu diesem Termin fertig sein wird. Wenn ich eine Woche still an einem Projekt arbeite, kann sich der Vorgesetzte schon fragen: Guckt der Kollege den halben Tag Netflix? Mit einem kleinen taktischen Lebenszeichen setze ich zumindest einen Aufmerksamkeitsanker.

“Wir können uns viel von Sporttrainern abschauen”

FOCUS: Wie stärkt man den Teamgeist im Home-Office?

Modler: Teamspirit ist in der Tat gerade schwierig aufrechtzuerhalten. Wir können uns dabei aktuell viel von Sporttrainern abschauen, deren Team kaum noch Training und auch keine Wettkämpfe mehr hat. Training kann man auch allein nach Vorgaben machen.

Aber darüber hinaus machen es viele Trainer so, dass man sich mindestens einmal pro Woche zum Video-Chat trifft und über alles Mögliche spricht, nur um ein Gefühl für die anderen zu bekommen. In einer Telefonkonferenz geht das übrigens deutlich schlechter als per Video. Ich muss die Mimik und Gestik meiner Kollegen sehen.

FOCUS: Wer wird unter den Verlierern der Corona-Krise sein?

Womöglich werden die gut ausgebildeten Frauen besonders darunter zu leiden haben. Die leisten meist auf hohem Niveau und halten häufig nichts davon, sich selbst zu vermarkten. Aber auch in Krisenzeiten überleben nicht zwangsläufig die stillen Hochleister, sondern eher jene, die ihre Leistung auch unter solchen Bedingungen ins Scheinwerferlicht rücken. Leider.

https://www.focus.de/finanzen/karriere/machiavelli-im-home-office-business-coach-peter-modler-erklaert-wie-sie-intrigen-von-kollegen-und-chefs-kontern_id_11892639.html

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Finanzberater; Mehr Umsatz und Einkommen trotz Corona?

Hallo,

hier nun eine offene Frage (im Mandantenauftrag) an Sie, die ich Sie bitte für sich ganz ehrlich zu beantworten.

Geht es Ihnen derzeit auch so schlecht wie zwei Drittel der (selbständigen) Vermittlern in der Finanzbranche?

Am 25. März 2020
schrieb das Newsmagazin der Versicherungsbranche Pfefferminzia:

„Branchenzahlen
gingen aktuell davon aus, dass etwa zwei Drittel der Vermittler und
Berater wegen der Corona-Krise enorme wirtschaftliche Schwierigkeiten
bekommen können. Das hänge auch damit zusammen, dass viele Selbstständige in
der Branche bei einem Verdienst von unter 50.000 Euro jährlich liegen und daher
keine Liquiditätsrücklagen für schlechte Zeiten schaffen können.“

In sehr positivem Kontrast dazu hat mein Mandant, die TELIS AG, im Monat März 2020 eine Umsatzsteigerung zum Monat März des Vorjahres 2019 von über 8% erzielt – Tendenz steigend.

Dies liegt unter
anderem am besonders effektiven TELIS-System und der herausragenden
Unterstützung, die die über 2000 TELIS-Berater, Makler und Kooperationspartner
erhalten.

Und wie geht es
bei Ihnen weiter?

Würden Sie Ihren Umsatz gerne einfach steigern und Ihr Einkommen verdoppeln oder gar verdreifachen?
Was würde das für Sie bedeuten?

Die TELIS FINANZ
bietet Beratern privater Haushalte das ganzheitliche, vielfach ausgezeichnete Beratungs- und Betreuungskonzept nach dem TELIS-System®. Davon profitieren Mandanten und Berater.

Zusammenfassend finden
Sie hier vier Gründe, warum Sie TELIS kennen lernen sollten:

1. Das TELIS Image ist hervorragend – laut FOCUS MONEY ist TELIS Deutschlands fairstes Finanzberatungsunternehmen. Das ist die Meinung der Mandanten.

2. Der TELIS Service, die Beraterlösungen und professionelle Vertriebstools sind. Das bestätigen unabhängige Experten. Dies wird bestätigt im großen Service-Ranking, einer Initiative der ServiceValue GmbH in Kooperation mit der Zeitung „DIE WELT“

3. Der TELIS Qualitätsstandard befindet sich auf hohem Niveau – die ServiceQualität der TELIS-Zentrale ist TÜV Süd-geprüft, mit “Service Excellence”

4. Das TELIS Karriere-System ist transparent – ob für Brancheneinsteiger oder Persönlichkeiten aus der Branche.

Als ‚Unternehmensberater für den privaten Haushalt‘ können Sie ein sicheres Einkommen durch hohe Courtagen und wiederkehrende Bestandspflegeprovisionen erzielen.

Wie dies für Sie genau möglich ist, können wir gerne persönlich besprechen.
Info über die TELIS FINANZ AG Download

Rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir eine Email

Alles Gute &
bleiben Sie gesund

Ulf Brackmann
Unternehmens- & Personalberater
Mobil 0176 7382 8020
telis@ulfbrackmann.com

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Finanzberater; Mehr Umsatz und Einkommen trotz Corona?

Hallo,

hier nun eine offene Frage (im Mandantenauftrag) an Sie, die ich Sie bitte für sich ganz ehrlich zu beantworten.

Geht es Ihnen derzeit auch so schlecht wie zwei Drittel der (selbständigen) Vermittlern in der Finanzbranche?

Am 25. März 2020
schrieb das Newsmagazin der Versicherungsbranche Pfefferminzia:

„Branchenzahlen
gingen aktuell davon aus, dass etwa zwei Drittel der Vermittler und
Berater wegen der Corona-Krise enorme wirtschaftliche Schwierigkeiten
bekommen können. Das hänge auch damit zusammen, dass viele Selbstständige in
der Branche bei einem Verdienst von unter 50.000 Euro jährlich liegen und daher
keine Liquiditätsrücklagen für schlechte Zeiten schaffen können.“

In sehr positivem Kontrast dazu hat mein Mandant, die TELIS AG, im Monat März 2020 eine Umsatzsteigerung zum Monat März des Vorjahres 2019 von über 8% erzielt – Tendenz steigend.

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Ulf Brackmann
Unternehmens- & Personalberater
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Wer ist Freiberufler – wer Gewerbetreibender?

FINANZEN 01.4.2020

Manchmal hört man von frischgebackenen Selbstständigen ganz ulkige Formulierungen: Sie seien neuerdings Ebay-Powerseller auf „freiberuflicher Basis“. Oder sie wollten sich als „selbstständiger Journalist versuchen, hätten aber noch nicht geschafft, ein Gewerbe anzumelden“. Solche grundlegenden Irrtümer zeugen von verbreiteten Missverständnissen darüber, was sogenannte „freie Berufe“ und „Gewerbe“ eigentlich sind. Freiberufler sind zwar ebenso wie Gewerbetreibende Selbstständige, aber nicht jeder Selbstständige ist automatisch ein Freiberufler oder muss ein Gewerbe anmelden! Also wer ist Freiberufler und wer eigentlich Gewerbetreibender?

Wer ist Freiberufler?

„Na, wer weiß es: Was ist ein Freiberufler?“

Selbstständig, gewerbetreibend oder doch freiberuflich?

Selbstständig ist, wer „auf Rechnung“ arbeitet und Honorare in voller Höhe ausbezahlt bekommt, Einkommen- und meist Umsatzsteuer bezahlt (falls nicht dieKleinunternehmerregelung greift), sich um soziale Absicherung für Alter und den Krankheitsfall sowie um Versicherungen gegen Arbeitsunfälle und Schadenersatzansprüche selber kümmern muss, seine Honorare selbst aushandelt und keinen gesetzlichen Anspruch auf Kündigungsschutz, bezahlten Urlaub oder Bezahlung im Krankheitsfall hat. Doch wer ist Freiberufler und wer ist Gewerbetreibender?

Wer ist Freiberufler?

Der Status Freiberufler umfasst eine ganz bestimmte Gruppe so genannter „Katalogberufe“. Doch wer ist Freiberufler? Dies wird in § 18 des Einkommensteuergesetzes genau definiert:

„Zu der freiberuflichen Tätigkeit gehören die selbständig ausgeübte wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeit, die selbständige Berufstätigkeit der Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte, Rechtsanwälte, Notare, Patentanwälte, Vermessungsingenieure, Ingenieure, Architekten, Handelschemiker, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, beratenden Volks- und Betriebswirte, vereidigten Buchprüfer, Steuerbevollmächtigten, Heilpraktiker, Dentisten, Krankengymnasten, Journalisten, Bildberichterstatter, Dolmetscher, Übersetzer, Lotsen und ähnlicher Berufe. Ein Angehöriger eines freien Berufs im Sinne der Sätze 1 und 2 ist auch dann freiberuflich tätig, wenn er sich der Mithilfe fachlich vorgebildeter Arbeitskräfte bedient; Voraussetzung ist, dass er auf Grund eigener Fachkenntnisse leitend und eigenverantwortlich tätig wird.“

Was sind die ähnlichen Berufe?

In den Katalogberufen ist neben der Aufzählung von freiberuflichen Tägigkeiten auch von „ähnlichen Berufen“ die Rede. Das Gesetz ist demnach offen formuliert. Nicht ausschließlich eine staatliche Fachausbildung oder ein staatlich anerkannter Berufsabschluss ermöglicht eine Tätigkeit als Freiberufler in der entsprechenden Berufssparte. Auch eine nichtstaatliche Ausbildung, langjährige Berufserfahrung oder eine Zulassung eröffnet den Weg zur Anerkennung als Freiberufler.

Aus diesem Grund gehören zum Beispiel auch im Bereich der Heilberufe diejenigen Tätigkeiten zu den freiberuflichen Berufen, die der Linderung oder Heilung von Krankheiten oder Körperbeeinträchtigungen dienen. Damit fällt auch eine Tätigkeit in der Gesundheitsvorsorge unter die Freiberuflichkeit.

Also wer ist Freiberufler? – der Ebay-Verkäufer ist auf jeden Fall keiner, auch wenn er gerne von sich erzählt, er arbeite „auf freiberuflicher Basis“.

Freiberufler im Team

Viele Freiberufler schließen sich zu Büro-, Kanzlei- oder Praxisgemeinschaften zusammen. Diese Form der Berufsausübung ändert jedoch nichts am Status als Freiberufler für jeden Beteiligten. Denn solange sich das gemeinsame Büro oder die Kanzlei nicht zu einer wirtschaftlichen Gemeinschaft zusammen schließt und ein gemeinsames Unternehmengründet, handeln die Mitglieder der Gemeinschaft wirtschaftlich und somit auch steuerlich unabhängig voneinander. Jeder Arzt in der Praxisgemeinschaft bleibt damit ebenso wie jeder Rechtsanwalt in der gemeinsamen Kanzlei ein eigenständiger Freiberufler.

Vorteile des Freiberufler Status

Freiberufler genießen einige Privilegien – vor allem gelten zahlreiche Vorschriften für Gewerbetreibende für sie nicht (zum Beispiel Gewerbesteuer oder IHK-Mitgliedschaft). Als Freiberufler musst Du keine doppelte Buchführung organisieren und auch keine Bilanzerstellen. Deine steuerlichen Angaben kannst Du über die Einnahmenüberschussrechnungmachen, die im Vergleich zu einer Bilanz erheblich einfacher auszuführen ist.

Außerdem stehen für viele Berufsgruppen berufsständische Versorgungswerke zur Verfügung; Künstler und Publizisten sind über die Künstlersozialkasse (KSK) fast wie Arbeitnehmer versichert (denn die KSK übernimmt den Anteil an Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung, den bei Angestellten der Arbeitgeber bezahlt). Aber Vorsicht: Freiberufler können ihren privilegierten Status sofort verlieren, wenn sie ihr Einkommen mit (zu viel) gewerblichen Einnahmen oder (zu hohen) Einkünften aus angestellter Tätigkeit aufbessern. Außerdem muss das alles in der Steuererklärung für Freiberufler mit angegeben werden!

Wer ist Freiberufler und wer ist Freelancer?

Der Begriff Freelancer bezeichnet einen freien Mitarbeiter in einem Unternehmen. Freelancer können im Auftrag von mehreren verschiedenen Unternehmen tätig sein. Dabei sind sie nicht zwingend in den Betrieb ihrer Auftraggeber eingegliedert. Zudem sind Freelancer nicht an die Weisungen ihrer Auftraggeber gebunden, da sie selbstständig arbeiten und ihre Leistungen durch eine eigene Rechnung abrechnen. Freelancer sind Selbstständige, die nicht durch einen unbefristeten Arbeitsvertrag an einen Arbeitgeber gebunden sind. In der Regel arbeiten Freelancer auf Basis von Dienstverträgen innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens. Oftmals erfolgt die Vergütung über einen Werkvertrag oder pauschal. Dabei können Freelancer in vielen unterschiedlichen Branchen und Berufen tätig sein.

Worin liegen die Unterschiede zum Freiberufler?

Dahingegen bezeichnet der Begriff Freiberufler einen Angehörigen bestimmter Berufe, wie sie im Verzeichnis der Freien Berufe im Einkommensteuergesetz § 18 EStG aufgeführt sind. Freiberufler können sowohl als Freelancer tätig sein als auch ein Gewerbe betreiben. Freiberufler schließen in der Regel keine Dienstverträge ab, um tätig zu werden. Sie rechnen ihre Leistungen nach individueller Vereinbarung mit ihren Kunden oder Auftraggebern ab. Auch die zeitliche Tätigkeit von Freiberuflern für einen oder mehrere Kunden ist nicht zeitlich befristet. Freiberufler können ihre selbstständige Tätigkeit nicht in Berufen ausüben, die nicht im Verzeichnis der Freien Berufe aufgeführt sind.

Wer ist Gewerbetreibender?

Grundsätzlich gilt jeder Selbstständige, der keinen Katalog- oder ähnlichen Beruf ausübt, als Gewerbetreibender. Für Gewerbetreibende gelten verschiedene Pflichten:

  • Gewerbeanmeldung
  • Gewerbesteuer
  • Mitgliedschaft IHK
  • Eintrag Handelsregister
  • doppelte Buchführung

Dazu gehört jeder, der

  • Handel betreibt – völlig gleichgültig, ob er mit Gebrauchtwaren auf Ebay handelt oder ob er einen Blumenladen eröffnet
  • Ware produziert
  • Beratungstätigkeiten ausübt, die keinen Hochschulabschluss erfordern (entsprechend gehören beispielsweise Ärzte und Anwälte nicht dazu)
  • als Vermittler tätig ist (zum Beispiel im eigenen Maklerbüro, als Betreiber einer Mitfahrzentrale oder Künstleragentur …)
  • oder als Verwerter arbeitet (beispielsweise als Verleger oder Veranstalter)

Gemischte Tätigkeit?

Wenn Du Deine Einkünfte sowohl in gewerblicher als auch in freiberuflicher Form erzielst, dann solltest Du die beiden Tätigkeiten strikt trennen. Hierfür kannst Du zwei Betriebe anmelden. Für beide Tätigkeiten solltest Du eine eigene Buchführung, ein eigenes Konto und eine unabhängige Meldung beim Finanzamt einrichten. Im Jahresabschluss musst Du für beide Tätigkeiten eine gesonderte Gewinnermittlung erstellen.

Wenn eine Trennung der beiden Einkunftsarten nicht möglich ist, weil die freiberufliche Tätigkeit unmittelbar mit dem Gewerbebetrieb zusammen wirkt, dann gehören auch die Einnahmen aus Deiner Freiberuflichkeit zum Gewerbebetrieb. Wenn Du zum Beispiel als freiberuflicher Gesundheitstrainer zusätzlich einen Vertrieb für Sportgeräte betreibst, fällt auch Deine Unterrichtstätigkeit unter das Gewerbe. Denn beim Verkauf Deiner Sportgeräte bringst Du Deine Fachkenntnisse und Leistungen als Gesundheitstrainer ein.

Welche Steuervorteile gelten für Gewerbetreibende?

Selbstständige haben sowohl als Freiberufler als auch als Gewerbetreibende mehr Gestaltungsspielraum für die Steuer als beispielsweise Angestellte. Die folgenden Kriterien sind für Gewerbetreibende vorteilhaft:

  • Betriebsausgaben
    Gewerbetreibende können ihre Betriebsausgaben geltend machen, die den Gewinn vermindern und somit die Steuerlast senken.
  • Vorsteuerabzug
    Gewerbetreibende, die umsatzsteuerpflichtig sind, können die Vorsteuer, die sie in Lieferantenrechnungen bezahlen, von ihrer Umsatzsteuerschuld abziehen und so ihre Ausgabenlast senken.
  • EÜR
    Gewerbetreibende mit einem Gewinn von weniger als 60.000 Euro und einem Umsatz von unter 600.000 Euro und ohne Handelsregistereintrag müssen keine Bilanz erstellen. Sie können ihre Gewinne mit der einfachen Einnahmenüberschussrechnung ermitteln, die auf einer einfachen Buchführung basiert.
  • Ist Besteuerung
    Gewerbebetriebe mit einem Umsatz von weniger als 600.000 Euro können zudem die Ist-Besteuerung wählen. Die Ist-Besteuerung bezeichnet ein steuerliches System, durch das die Umsatzsteuer erst dann dem Finanzamt geschuldet wird, wenn der Kunde seine Rechnung bezahlt. Das hat zur Folge, dass die Umsatzsteuer nicht wie im Regelfall vorfinanziert werden muss. Die Ist-Besteuerung gilt auf Antrag auch für Freiberufler unabhängig von ihrem Umsatz.
  • Betriebliches Fahrzeug
    Der PKW verursacht in der Regel hohe Kosten. Nutzen Gewerbetreibende ein Fahrzeug ausschließlich beruflich, können sie die Kosten hierfür von der Steuer absetzen. Erfolgt die Nutzung des PKW teilweise für das Gewerbe und zugleich privat, können sie den betrieblichen Anteil steuerlich absetzen. Hierfür müssen sie ein Fahrtenbuch führen. Alternativ können sie auch die 1% Methode anwenden, indem sie ein Prozent des Neuwagenwertes pro Monat als Privatanteil angeben. Den Rest können Gewerbetreibende dann steuerlich geltend machen.
  • Abschreibungen
    Gewerbetreibende können ihre Ausgaben für Wirtschaftsgüter über Abschreibungen absetzen und dadurch ihren Gewinn absenken. Dabei besteht für geringwertige Wirtschaftsgüter die Möglichkeit der Sofortabschreibung oder die Abschreibung durch Sammelposten über mehrere Jahre hinweg. So können Gewerbetreibende ihren Gewinn steuern und die Steuerlast senken.

Zusammenfassung – Unterschiede zwischen Freiberuflern und Gewerbetreibenden

Kriterium Gewerbetreibende Freiberufler
Definition über selbstständige Tätigkeit mit Gewinnerzielungsabsicht über Art der Tätigkeit, Katalogberufe
Kennzeichen der Tätigkeit bezieht sich auf die gewerbliche Tätigkeit geistig schöpferische Arbeit
Kenntnisstand Ausbildungsberuf Niveau des Hochschulstudiums erforderlich
Gewerbeanmeldung Ja Nein
Buchführung Doppelte Buchführung bei Übersteigen von Gewinn- und Umsatzgrenzen Einfache Buchführung ohne Umsatzgrenzen
Gewinnermittlung Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung im Jahresabschluss Einnahmenüberschussrechnung (EÜR)
Gewerbesteuerpflicht bei Übersteigen von Umsatzgrenzen Keine Gewerbesteuerpflicht unabhängig vom Umsatz
Gewerbeaufsicht Ja Nein
Handelsregistereintrag Eintragspflicht für Kaufleute, ausgenommen Kleingewerbetreibende Nein
Schuldrecht Handelsgesetzbuch Bürgerliches Gesetzbuch
Kammermitgliedschaften IHK oder HWK Keine
Soll-Ist-Besteuerung Soll-Besteuerung bei Überschreiten der Umsatzgrenzen Ist-Besteuerung ohne Umsatzgrenzen

Wie klappt der Start in die Selbstständigkeit?

Freiberufler

Dein Start in die Selbstständigkeit als Freiberufler führt Dich zuallererst zu Deinem zuständigen Finanzamt. Hier meldest Du Deine Freiberuflichkeit über einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung an. Unter Umständen musst Du dem Finanzamt gegenüber Nachweise über Deine Tätigkeit erbringen, damit es Deinen Status als Freiberufler anerkennt.

Gewerbetreibende

Sobald Du ausschließen kannst, dass Du als Freiberufler tätig werden kannst, musst Du Deine Selbstständigkeit beim Gewerbeamt anmelden. Mit Deiner Anmeldung unterstellst Du Dich der Gewerbeordnung, über die Du Dich im Detail informieren solltest. Die Anmeldung beim Gewerbeamt kostet eine Gebühr. Nach Deiner Anmeldung informiert das Gewerbeamt sowohl das zuständige Finanzamt als auch die Berufsgenossenschaft über Deine Gewerbetätigkeit.

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