Categories
Finanzen & Absicherung Travel ulfbrackmann vivaviva clubs

Reisewarnung verlängert: Für welche Reisen Sie jetzt Geld zurückverlangen können

01.05.2020 04:40:00
Drucken

Categories
Finanzen & Absicherung ulfbrackmann

6 Milliarden von den Banken geholt – Flucht in Bargeld:

6 Milliarden von den Banken geholt – Flucht in Bargeld: Im Schnitt hortet jeder Deutsche jetzt 3000 Euro zuhause

Geldscheine werden an einem Geldautomaten abgehoben.

Donnerstag, 30.04.2020, 10:24

Die Menschen in Deutschland sind zu Beginn der Corona-Krise einer Studie zufolge ins Bargeld geflüchtet: Der Umlauf von Scheinen und Münzen im Euroraum stieg im März um fast 100 Milliarden Euro oder 8 Prozent. Das geht aus einer Analyse der Beratungsfirma Barkow Consulting im Auftrag der ING Deutschland hervor.

Die Krise scheine dazu zu führen, dass die Menschen noch mehr Bargeld unter das Kopfkissen legten, erklärte die Direktbank.

Verglichen mit der Entwicklung in den Vormonaten Januar und Februar lasse sich ein „Corona-Sondereffekt“ von etwa 30 Milliarden Euro ausweisen. Davon entfielen etwa 20 Prozent beziehungsweise 6 Milliarden Euro auf Privathaushalte in Deutschland.

Im Schnitt hortet jeder Deutsche 3000 Euro in bar

Auch die Bundesbank hatte zu Beginn der Krise zunächst einen Anstieg der Nachfrage nach Scheinen und Münzen festgestellt. Anschließend seien die Volumina aber wieder deutlich zurückgegangen.

Der Analyse zufolge saßen die Menschen in Deutschland Ende 2019 auf insgesamt 253 Milliarden Euro Bargeld. Das waren 32 Milliarden oder 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Durchschnittlich entspreche das mehr als 3000 Euro in bar für jeden Bundesbürger.

Doppelt so viel Bargeld wie 2013

Der Boom von Scheinen und Münzen setzte den Daten zufolge mit der Niedrigzinsphase im Euroraum ein. Seit Ende 2013 haben sich demnach die Bargeldbestände in Deutschland mehr als verdoppelt, obwohl es durch die Inflation in den letzten Jahren einen Wertverlust von durchschnittlich etwa ein bis zwei Prozent gab.

Die vergangenen 20 Jahre seien von unterschiedlichen Blasen und Krisen an den Finanzmärkten gekennzeichnet gewesen. Hinzu komme die Niedrigzinsphase der jüngeren Vergangenheit. „Es ist also kein Wunder, dass die Deutschen scheinbar etwas verunsichert sind und einen Teil ihres Geldes lieber unter das Kopfkissen legen“, erläutert Thomas Dwornitzak, Leiter Sparen & Anlegen bei der ING Deutschland. Zwar behalte Bargeld aus Sicht der Kunden die Rolle eines „sicheren Hafens“, gleichzeitig verliere es aber zunehmend die Rolle als Zahlungsmittel.

Schon mehr als die Hälfte aller Girocard-Zahlungen kontaktlos

Nach Angaben der Deutschen Kreditwirtschaft von Ende März nutzen die Menschen verstärkt die Möglichkeit, an der Supermarkt-Kasse, der Tankstelle oder bei sonstigen Einkäufen kontaktlos zu bezahlen. Mehr als die Hälfte aller Girocard-Zahlungen wurde demnach zuletzt kontaktlos durchgeführt wurden. Im Dezember habe dieser Anteil noch bei 35 Prozent gelegen.

Beim kontaktlosen Bezahlen müssen die Käufer ihre Plastikkarten nicht in ein Lesegerät stecken und an dem Terminal eine PIN eingeben, sondern brauchen die Karte nur an das Terminal halten. Die ersten Girocardbesitzer können inzwischen Beträge bis zu 50 Euro kontaktlos bezahlen. Die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) verdoppelte jüngst das Limit für die Kartenzahlung ohne PIN-Eingabe im Handel von 25 auf 50 Euro pro Nutzung.

Auch Kreditkartenanbieter haben Limit raufgesetzt

Viele Geschäfte ermutigen Kunden angesichts der Coronavirus-Pandemie, auf diese Weise zu bezahlen, um eine potenzielle Übertragung des Virus zu vermeiden. Auch Kreditkartenanbieter wie Mastercard hatten das Limit für das kontaktlose Bezahlen vor kurzem heraufgesetzt.

Jüngsten Umfragen der Bundesbank zufolge bezahlen die meisten Menschen in Deutschland ihren Einkauf wie gewohnt. Lediglich 25 Prozent von rund 1000 Befragten haben ihr Zahlungsverhalten geändert.

https://www.focus.de/finanzen/banken/doppelt-so-viel-wie-vor-sechs-jahren-konten-um-6-milliarden-erleichtert-deutsche-horten-massiv-bargeld-zuhause_id_11927796.html

Categories
Finanzen & Absicherung ulfbrackmann

Deutsche Bank verlangt Strafzinsen für Einlagen ab 100.000 Euro

30.04.2020

Die Deutsche Bank berechnet künftig bei mehr Kunden Strafzinsen für Spareinlagen. “Ab Mitte Mai ziehen wir die Bedingungen für Einlagen an und senken im Neugeschäft die Hürde für die Weitergabe der Negativzinsen auf 100.000 Euro ab”, schrieb der Chef des deutschen Privatkundengeschäfts, Manfred Knof, am Mittwoch in einem Brief an seine Mitarbeiter.

Dies helfe auf der Ertragsseite, verhindere aber auch mehr Zuflüsse von besonders hohen Guthaben, die die Bank Geld kosteten. Eine Sprecherin fügte hinzu, die neue Regelung gelte ab dem 18. Mai. Sie bestätigte damit einen Bericht des “Handelsblatt”.

Die Europäische Zentralbank (EZB) verlangt von den Banken für Einlagen, die sie bei der Zentralbank machen, Zinsen. Viele Institute geben diese Negativzinsen mittlerweile an ihre Kunden weiter. Die Deutsche Bank stellte sie bislang nur Firmenkunden und sehr vermögenden Privatkunden in Rechnung. Im ersten Quartal brachte das dem Institut zusätzliche Einnahmen von 32 Millionen Euro.

rtr

https://www.boerse-online.de/nachrichten/aktien/deutsche-bank-verlangt-strafzinsen-fuer-einlagen-ab-100-000-euro-1029145394

Categories
Finanzen & Absicherung ulfbrackmann

bafin-umfrage Niedrigzinsen fördern höheres Kostenbewusstsein bei Sparern

Sparbuch und Tagesgeldkonten sind nach wie vor die Lieblings-Geldanlagen der Deutschen.

© Bafin

  • Von Karen Schmidt, 30.04.2020 

Die Hälfte der Sparer in Deutschland gibt an, dass die niedrigen Zinsen ihr Anlageverhalten verändert hat. Vor allem achten diese Verbraucher jetzt stärker auf Kosten, Gebühren und Provisionen. Das hat eine Umfrage der Bafin ergeben

.

Das anhaltende Niedrigzinsumfeld beeinflusst das Anlageverhalten der deutschen Verbraucher. Das sagt etwa die Hälfte von 1.000 Sparern, welche die Aufsichtsbehörde Bafin in einer Online-Umfrage zum Thema Niedrigzinsen befragte. Gerade die Kosten fallen für diese Befragte jetzt stärker ins Gewicht. So wären 42 Prozent der Bankkunden zum Beispiel bereit, den Anbieter zu wechseln, wenn ihre Bank Negativzinsen einführt.

Mehr zum Themamehr zum thema

Die niedrigen Zinsen befeuern auch das konservative Anlageverhalten der Verbraucher hierzulande. Die verbreitetsten Formen der Geldanlage sind kaum verzinste Sparbücher und Tagesgeldkonten. Außerdem haben vier von zehn Verbrauchern manchmal größere Geldbeträge auf dem Girokonto. Hauptgründe für dieses Sparverhalten: schnelle Verfügbarkeit des Geldes und Gewohnheit.

77 Prozent der Befragten halten im Niedrigzinsumfeld vor allem auch Wohneigentum für eine geeignete Form der Geldanlage. 55 Prozent setzen auch auf Goldbarren oder -münzen. Fast zwei Drittel der Verbraucher sind der Meinung, Gold sei eine sichere und krisenfeste Anlageform.

Wären die Sparer bereit, auch bei flächendeckenden Negativzinsen mehr Risiko einzugehen? Zum Großteil lautet die Antwort nein. Von denjenigen Umfrageteilnehmern, die keine Wertpapiere besitzen, würden 66 Prozent auch in diesem Fall nicht in Aktien & Co. investieren.

https://www.pfefferminzia.de/bafin-umfrage-niedrigzinsen-foerdern-hoeheres-kostenbewusstsein-bei-sparern/

Categories
Finanzen & Absicherung ulfbrackmann

Rente: Hier bekommen Sie eine kostenlose Beratung

Planung der Altersvorsorge

30.04.2020, 15:37 Uhr | dpa

vgzm.1704981-87788362
Rente und Altersvorsorge: Hier bekommen Sie eine kostenlose Beratung. Rente: Ein zusätzliches Alterseinkommen kann sich individuell sehr verschieden zusammensetzen. (Quelle: Marijan Murat/dpa)

Rente: Ein zusätzliches Alterseinkommen kann sich individuell sehr verschieden zusammensetzen. (Quelle: Marijan Murat/dpa)

Für die meisten zählt die gesetzliche Rente zu den wichtigsten Einnahmequellen im Alter. Sie kann durch zusätzliche Altersvorsorge ergänzt werden. Beratung dazu gibt es auch kostenlos.

Die Deutsche Rentenversicherung unterstützt Verbraucher bei der individuellen Planung ihrer Altersvorsorge. In den bundesweiten Auskunfts- und Beratungsstellen der Rentenversicherung informieren die Mitarbeiter kostenlos zu den bestehenden Möglichkeiten, erklärt die Deutsche Rentenversicherung Bund in Berlin.

Beste Kombination aus unterschiedlichen Vorsorgeformen

Die Voraussetzungen für den Aufbau eines zusätzlichen Alterseinkommens sind individuell sehr verschieden. Es ist daher wichtig, im Einzelfall die beste Kombination aus unterschiedlichen Vorsorgeformen zu finden. Das bedeutet zum Beispiel, sich mit einer Riester- oder Rürup-Rente oder der betrieblichen Vorsorge finanziell für den Ruhestand zu wappnen.

Im persönlichen Gespräch wird darüber hinaus der Status quo der bisherigen Altersvorsorge festgestellt. Die Berater erklären, wie beispielsweise die Riester-Rentefunktioniert, was man beim Abschluss eines Riester-Vertrags beachten sollte und welche Möglichkeiten der Förderung mit staatlichen Zulagen es gibt. Sämtliche Informationen werden dabei neutral und ohne Empfehlung einzelner Produkte oder Anbieter zur Verfügung gestellt.

https://www.t-online.de/finanzen/altersvorsorge/id_87788362/rente-und-altersvorsorge-hier-bekommen-sie-eine-kostenlose-beratung.html

Categories
Finanzen & Absicherung ulfbrackmann

Kredit trotz Schufa beantragen: Geld leihen bei negativer Bonität

Autorin Verena Klimkeit, 29.04.2020

Kredit trotz Schufa – Bürgen, Versicherungen und andere Sicherheiten

Wer in Deutschland einen Kredit beantragt, wird von der Bank gründlich durchleuchtet. Ein negativer Schufa-Eintrag führt oft zur Ablehnung des Kreditwunsches – allerdings nicht immer: Möglichkeiten und Alternativen für einen Kredit trotz Schufa.

Einen Kredit trotz Schufa erhalten: Immobilien, Versicherungen oder Wertpapiere können ebenso als Sicherheit eingesetzt werden, wie ein Bürge oder Mitantragsteller.

Das Auto geht kaputt oder eine größere Reparatur am Haus muss finanziert werden: Das sind nur zwei von vielen Situationen, in denen schnell eine größere Summe Geld von Nöten ist. Wer keine Rücklagen hat, kann einen Kredit bei einer Bank beantragen. Doch was ist, wenn bei der Prüfung der Kreditwürdigkeit die Schufa eine schlechte Bonität auweist? Viele Banken lehnen einen Kreditwunsch bei einem negativen Schufa-Score ab. Allerdings nicht alle: Zwar sind in Deutschland alle Banken dazu verpflichtet, die Kreditwürdigkeit eines Antragsstellers vor Kreditvergabe zu überprüfen, allerdings werden dabei verschiedene Kriterien unterschiedlich stark gewichtet. Individuelle Rechenbeispiele zu Kreditthemen finden Sie im Kreditvergleich von COMPUTER BILD.

Formularende

Kriterien für einen Kredit trotz Schufa

Wenn Ihre Hausbank Ihren Kredit wegen eines negativen Schufa-Eintrags ablehnt, sollten Sie weitere Banken kontaktieren. Wichtig: Bitten Sie die Banken erst einmal nur eine Konditionenanfrage statt einer Kreditanfrage bei der Schufa zu stellen, denn letzteres kann Ihren Bonitätswert weiter verschlechtern. Da Banken in der Regel nicht nur Ihren Schufa-Score für die Bewertung Ihrer Kreditwürdigkeit heranziehen, haben Sie verschiedene Möglichkeiten diese positiv zu beeinflussen:

  • Einen Mitantragsteller und/oder Bürgen finden: Beantragen Sie einen Kredit zusammen mit einer zweiten Person, die idealerweise über eine bessere Bonität als Sie verfügt. Entweder Sie entscheiden sich für einen Mitantragsteller. Dieser hat die gleichen Rechte und Pflichten wie Sie: Er kann über die Verwendung des Kredits mitbestimmen, haftet allerdings auch im gleichen Umfang wie Sie. Oder Sie setzen einen. Bürgen ein, der kein Mitspracherecht hat, wohl aber haftet beziehungsweise Ihren Kredit weiter zahlt, wen Sie nicht mehr zahlungsfähig sind.
  • Versicherungen beleihen: Wenn Sie eine Kapitallebensversicherung oder private Rentenversicherung haben, können Sie diese beleihen. Entweder gewährt Ihnen die Versicherung selbst einen Kredit oder Sie bieten die Police als Sicherheit bei der Bank an.
  • Immobilie beleihen: Auch ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung kann für einen Kredit trotz Schufa als Sicherheit dienen. Bedenken Sie hier, dass die Bank bei Zahlungsunfähigkeit im schlimmsten Fall die Möglichkeit hat, Ihnen die Immobilie zu entziehen. Zu beachten ist außerdem, dass einige Banken den Immobilienkredit nur gewähren, um beispielsweise die Immobilie zu erhalten oder in Stand zu setzen – andere Banken erteilen diesen Kredit auch zur freien Verfügung.
  • Wertpapiere als Sicherheit: Bei einem sogenannten Lombardkredit setzen Sie Wertpapiere als Sicherheit ein, allerdings wird dieser Kredit oft nur für den Ankauf neuer Wertpapiere erteilt.

Zusätzlicher Tipp: Manchmal lehnen Banken einen Kredit trotz negativer Schufa auch deshalb ab, weil die Rahmenbedingungen nicht stimmen. Passt beispielsweise die Höhe Ihres Einkommens nicht mit den geplanten Raten zusammen, kann das ein Ablehnungsgrund sein. Gehen Sie hier bei Bedarf ins Gespräch mit Ihrer Bank und verhandeln Sie die Konditionen erneut.

Wird Ihr Antrag auf Kredit trotz Schufa von allen etablierten Banken abgelehnt, können Sie es alternativ über einen Privatkredit versuchen: Auf Online-Plattformen verleihen Privatpersonen ihr Geld zu weicheren Konditionen, als die Banken. Auch Freunde oder Familie können zu Geldgebern werden, bedenken Sie jedoch gerade hier den Spruch „Bei Geld hört die Freundschaft auf“. Kommen Sie in Ihrem Freundes- und Familienkreis in Zahlungsschwierigkeiten, kann das zu Streitigkeiten oder sogar einem Bruch führen.

Kredit trotz Schufa für spezielle Personengruppen

Neben den oben vorgestellten Möglichkeiten einen Kredit trotz negativer Schufa zu beantragen, gibt es für einige Personengruppen außerdem noch weitere Wege:

  • Studenten: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergibt Förderdarlehen für Studierende aber auch Existenzgründer und Bauherren. Dabei spielt ein negativer Schufa-Eintrag erst einmal keine Rolle.
  • Arbeitslose: Vor allem Hartz IV-Bezieher können in Notsituationen ein Darlehen vom Jobcenter erhalten. Eine Notsituation besteht beispielsweise, wenn lebensnotwendige Einrichtung kaputt geht, Reparaturen an der Wohnung fällig werden oder eine Sperrung der Versorgung mit Strom, Wasser und Heizung droht. In diesen Fällen gewährt das Jobcenter einen streng zweckgebundenen Kredit ohne Schufa-Abfrage. Die Rückzahlung erfolgt meist, indem das Center einen Teil der Hartz IV-Zahlungen einbehält. Alternativ werden diese Kredite auch in Form direkter Bauftragung von Handwerkern oder Bereitstellung notwendiger Haushaltsgegenstände gewährt.

Einen Kredit ohne Schufa-Auskunft beantragen

Während in Deutschland jede Bank eine Bonitätsprüfung bei der Schufa vor Kreditvergabe durchführt, verzichten viele Banken im Ausland darauf oder haben gar nicht die Möglichkeit dazu. Stattdessen werden andere Kriterien zur Bewertung der Kreditwürdigkeit herangezogen, wie etwas das Einkommen, Immobilien, Versicherungen oder ein Bürge. Der sogenannte „Schweizer Kredit“ ist somit eine Möglichkeit einen Kredit ohne Bonitätsprüfung zu erhalten. Neben oftmals deutlich schlechteren Konditionen, etwa sehr hohen Zinsen, gibt es leider auch viele unseriöse Anbieter solcher Kredite ohne Schufa-Abfrage. Diese erkennen Sie zum Beispiel an folgenden Merkmalen:

  • Zusatzkosten für Beratung und Abschluss: Bei der Vergabe von Krediten ohne Schufa kommt meist ein Vermittler zum Einsatz. Verlangt dieser eine Provision für die Vermittlung oder die Erstattung von Ausgaben für die Vermittlung, ist das ein sicheres Zeichen für die Unseriosität.
  • Zusätzliche Versicherung: Finger weg auch von Anbietern, die Ihnen zusätzliche Versicherungen oder Bausparverträge zur Verbesserung Ihrer Bonität verkaufen möchten. Einzig eine Restschuldversicherung kann in manchen Fällen sinnvoll sein.
  • Finanzsanierung und Schuldnerberatung: Oftmals versprechen unseriöse Anbieter auch eine Schuldenregulierung und eine Beratung rund um Ihre Schulden – diese Dienstleistungen werden jedoch meist ohne entsprechende Fachkenntnisse und nur in Verbindung mit hohen Zusatzkosten angeboten.

Im Umkehrschluss bedeutet das, dass seriöse Anbieter für Kredit ohne Bonitätsprüfung vor allem daran erkennbar sind, dass sie nicht versuchen Ihnen irgendwo zusätzliches Geld abzunehmen. Weder für Ihre Anfrage noch die Erstellung eines Angebots dürfen Kosten anfallen. Bevor Sie irgendetwas unterschrieben, lesen Sie sich unbedingt das Kleingedruckte in jedem Vertrag durch und informieren Sie sich online, wie die Erfahrung anderer mit dem jeweiligen Anbieter eines Schweizer Kredits ist. Eventuell ist auch ein Privatkredit die bessere Option für einen Kredit ohne Bonitätsprüfung.

Wissenswertes rund um Ihren Schufa-Eintrag

Schufa ist die Abkürzung für “Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung”. Diese sammelt und speichert Daten über jeden deutschen Verbraucher und bewertet auf Basis dieser Daten die Kreditwürdigkeit (Bonität). Unternehmen können diese Daten abfragen, um zu entscheiden, mit wem Sie ein Geschäft abschließen und beispielsweise einen Kredit vergeben.

Gut zu wissen: So gut wie jeder Mensch hat einen oder eher mehrere Schufa-Einträge – zumeist positive. Denn sobald Sie ein Konto eröffnen, etwas online auf Raten kaufen, einen Mobilfunk- oder Leasing-Vertrag abschließen, wird dies in Ihrer Schufa-Akte vermerkt. Erst wenn Sie Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen und ein „nicht vertragsgemäßes Verhalten aufweisen“, kann es zu einem negativen Schufa-Eintrag kommen.

Auf Basis dieser positiven und eventuell auch negativen Einträge wird ein Schufa-Score berechnet, der Auskunft über Ihre Kreditwürdigkeit gibt und zwischen Null und 100 liegt. Je besser der Score, desto günstiger werden wahrscheinlich die Konditionen für einen Kredit ausfallen. Wie es konkret um Ihren Schufa-Score bestellt hat, können Sie per Schufa-Selbstauskunft herausfinden. Indem Sie regelmäßig eine Selbstauskunft einholen, lassen sich gegebenenfalls auch veraltete oder falsche Schufa-Einträge gezielt löschen. Für korrekte Schufa-Einträge gelten ansonsten mehr oder weniger fixe Fristen zur Löschung. Wenn beispielsweise eine Kreditkonditionen-Anfrage einer Bank eingeht, wird diese für zwölf Monate gespeichert. Abbezahlte Kredite bleiben für drei Jahre in Ihrer Schufa-Akte vermerkt. Ein Privatinsolvenzverfahren hinterlässt für insgesamt zehn Jahre Spuren in Ihrem Schufa-Konto.

https://www.computerbild.de/artikel/cb-News-Internet-Kredit-trotz-Schufa-Geld-leihen-mit-negativer-schlechter-Bonitaet-Tipps-24453247.html

Categories
Finanzen & Absicherung ulfbrackmann

corona-krise So viele Deutsche setzen ihre Altersvorsorge aus

Antragsformular für Kurzarbeitergeld: Das Beratungsunternehmen Porsche Consulting erwartet, dass die Deutschen weitere Einsparungen vornehmen, „sobald die Haushalte die finanziellen Folgen der Kurzarbeit zu spüren bekämen“.© picture alliance/Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

· Von Lorenz Klein,  29.04.2020 

Wie viele Deutsche setzen aufgrund der Corona-Krise den Rotstift bei der privaten Altersvorsorge an? Erste Erkenntnisse liefert nun eine repräsentative Umfrage der Meinungsforscher von Forsa. 5 Prozent der Sparer gaben demnach an, ihre monatlichen Einzahlungen ruhen zu lassen oder diese zu reduzieren – das hört sich moderat an, doch das muss nicht so bleiben.

Die gute Nachricht für die Wirtschaft vorweg: Mit 75 Prozent reduziert die deutliche Mehrheit der deutschen Haushalte ihre Ausgaben derzeit noch nicht, wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Forsa im Auftrag des Beratungsunternehmens Porsche Consulting zeigt.

„Bei den Dingen des täglichen Bedarfs wird noch nicht so sehr gespart“, fasst „die Welt“das Stimmungsbild zusammen. Die Zeitung hatte am Dienstag zuerst über die im April durchgeführte Umfrage berichtet. Demnach würden 16 Prozent der Befragten jedoch ihre Ausgaben „für größere Anschaffungen sowie ihre Rücklagen für Reisen“ reduzieren.

Gespart wird außerdem an der Vorsorge – allerdings tut dies bislang nur eine kleine Minderheit. So erklärten 6 Prozent der Bürger, dass sie derzeit geringere Summen als sonst in ihre Geldanlage steckten. Fast ebenso viele (5 Prozent) verminderten demnach die monatlichen Einzahlungen in ihre private Altersvorsorge oder setzten sie zeitweise sogar ganz aus.

Die Aussagen zur privaten Altersvorsorge beunruhigten den Experten von Porsche Consulting schon jetzt, schreibt „die Welt“. „Bezogen auf die Gesamtzahl der Verträge bedeutet dies, dass derzeit in etwa jeden siebten Vertrag geringere oder gar keine Einzahlungen fließen“, äußerte sich Matthias Tewes, Seniorpartner bei Porsche Consulting, besorgt. Banken und Versicherungen sollten darauf reagieren und auf die Kunden zugehen, so Tewes (Eine Übersicht zu den Maßnahmen der Versicherer gibt es hier) MEHR ZUM THEMA

2 Prozent der Deutschen trifft die Krise so stark, dass sie nach eigenen Angaben die Miete für ihre Wohnung nicht mehr wie üblich bezahlen könnten. Ebenfalls 2 Prozent gehen davon aus, dass sie sich infolge der Ereignisse mittels eines Kredits verschulden werden müssen.

Die Zahlen klingen moderat, doch Unternehmensberater Tewes geht laut „Welt“ davon aus, dass diese Werte noch einmal deutlich steigen, sobald die Haushalte die finanziellen Folgen der Kurzarbeit zu spüren bekämen. „Unter den Beziehern kleinerer Einkommen müssen sich 40 Prozent und unter den Familien mehr als 30 Prozent wegen der Krise bereits finanziell einschränken“, zitiert die Zeitung den Experten.

Lorenz Klein

Lorenz Klein ist seit Oktober 2019 stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Dem Pfefferminzia-Team gehört er seit Oktober 2016 an

https://www.pfefferminzia.de/corona-krise-so-viele-deutsche-setzen-ihre-altersvorsorge-aus/

Categories
Finanzen & Absicherung ulfbrackmann

Betriebshaftpflicht – Diese Ausschlüsse sollte jeder kennen

Eine Betriebshaftpflichtversicherung deckt die Haftpflichtrisiken von Gewerbetreibenden, Freiberuflern und Handwerkern ab.
© picture alliance/Silas Stein/dpa

Von Manila Klafack, 29.04.2020

In einer Betriebshaftpflichtversicherung gibt es auch Ausschlüsse, die klar festlegen, bei welchen Schäden der Versicherer keinen Ersatz leistet. Das gilt zum Beispiel, wenn Sie als Versicherungsnehmer einen vorsätzlichen Schaden verursacht haben. Welche weiteren Ausschlüsse es gibt, erfahren Sie hier.

Beim Abschluss einer Versicherung lässt sich der Kunde zunächst davon leiten, welche Fälle er absichern möchte. Bei der Haftpflichtversicherung dreht es sich darum, einen Schaden, der einem Dritten zugefügt wurde, finanziell zu entschädigen. Die Pflicht für diesen Schadenersatz ist gesetzlich geregelt.

Es macht keinen Unterschied, ob eine private Person diesen Schaden verursacht hat oder ob das im beruflichen Umfeld geschehen ist. Aus diesem Grund spielt eine Haftpflichtversicherung in beiden Bereichen eine wichtige Rolle. Sie deckt alle schuldhaft verursachten Personen- und Sachschäden ab.

Doch der Haftpflichtversicherung kommt nicht nur die Rolle des Schadenbegleichers zu. Der Versicherer prüft auch, ob die Forderung überhaupt berechtigt ist. Sollte das nicht der Fall sein, trägt der Versicherer die Kosten für Sachverständige, Anwälte und Gerichte, um unberechtigte Forderungen abzuwehren.

Betriebshaftpflicht ist ein Muss

Berechtigte – oder aber auch unversicherte – Schadenersatzansprüche können schnell so hoch werden, dass sie existenzgefährdend sind. Denn wenn Inhaber oder Mitarbeiter einen Schaden verursachen, dann haftet in Deutschland grundsätzlich das Unternehmen unbegrenzt – mit seinem gesamten Vermögen.

Aus diesem Grund ist die Betriebshaftpflichtversicherung für alle selbstständig Tätigen ein Muss – vom freiberuflichen Journalisten oder Fotografen über den alteingesessenen Dachdeckerbetrieb bis hin zum jungen IT-Unternehmen. Um im Schadenfall vor bösen Überraschungen gefeit zu sein, sollte man allerdings auch die Ausschlüsse dieser Police kennen.

Grundsätzlich leistet ein Versicherungsunternehmen nicht, wenn die Werkleistung nicht ordnungsgemäß erbracht wurde. Wenn beispielsweise ein Fenstermonteur die Fenster falsch einbaut oder sie beim Einbau beschädigt, sind weder die Nachbesserung noch die Nachlieferung als Unternehmerrisiko versicherbar.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) definiert weitere allgemeine Ausschlüsse. Dazu zählen etwa Versicherungsansprüche von Personen, die einen Schaden vorsätzlich herbeigeführt haben. Auch Ansprüche des Versicherungsnehmers selbst und mitversicherter Personen sowie Personen, die mit dem Versicherungsnehmer in einem Haushalt leben, steht kein Versicherungsschutz zu.

Die Betriebshaftpflichtversicherung leistet auch nicht bei Berufsgruppen, die gesetzlich dazu verpflichtet sind, eine eigenständige Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abzuschließen, also etwa Rechtsanwälte, Notare und Steuerberater.

Bei den Vermögensschäden unterscheiden die Versicherungsbedingungen zudem zwischen sogenannten echten und unechten Vermögenschäden. Die Betriebshaftpflicht entschädigt lediglich bei den unechten Schäden – und damit bei Vermögensfolgeschäden, die auf einen vorher eingetretenen Sach- oder Personenschaden folgen. Das umfasst zum Beispiel den Verdienstausfall, der einer geschädigten Person entstehen kann, die in Ihrem Büro stürzt und sich dabei einen komplizierten Bruch zuzieht. Die echten Vermögensschäden schließt die Betriebshaftpflichtversicherung aus. Sie müssen extra abgesichert werden.

Handwerker: Bearbeitungs- und Tätigkeitsschäden einschließen

Bei Handwerksbetrieben schließen die Versicherer üblicherweise auch einen Schutz von sogenannten Bearbeitungsschäden aus. Ein Beispiel: Beim Streichen eines Fensterrahmens stürzt der Maler mit seiner Leiter und die Fensterscheibe geht zu Bruch. Oder: Ein Dachdecker schweißt eine Bitumenbahn, um eine Dachhaut zu reparieren. Er setzt den Brenner zu lange an und das Dach fängt Feuer. Die Dachhaut wird zerstört und muss komplett erneuert werden. Solch ein Schaden erreicht bei einer großen Dachfläche leicht einen Schaden in Höhe von mehreren 10.000 Euro.

Solche Schäden sind nur mit dem Einschluss einer Klausel für Bearbeitungs- und Tätigkeitsschäden versichert. Experten empfehlen Handwerkern diesen Einschluss dringend, auch wenn das Risiko oftmals mit einer Selbstbeteiligung versehen ist. Bei speziellen Policen für Baubetriebe sind diese Schäden bereits inklusive.

Allmählichkeitsschäden wichtig für Baunebengewerbe

Für Betriebe des Baunebengewerbes können auch Allmählichkeits- und Abwasserschäden von Bedeutung sein. Sie entstehen durch die allmähliche Einwirkung von Temperatur, Feuchtigkeit oder Niederschlag und sind nicht immer standardmäßig eingeschlossen. Gleiches gilt für Leitungsschäden, wichtig zum Beispiel im Landschaftsbau.

Manila Klafack

Manila Klafack ist Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach ihrer Ausbildung zur Redakteurin verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

https://www.pfefferminzia.de/betriebshaftpflicht-diese-ausschluesse-sollte-jeder-kennen/

Categories
Finanzen & Absicherung Karriere & Selbst-Entwicklung Marketing & Verkauf ulfbrackmann

Die PKV-Anbieter mit dem größten Vollversichertenschwund

29.4.2020 – Zum Redaktionsschluss lagen die Vollversichertenzahlen von 17 Anbietern vor. Sieben bauten ihren Bestand aus, allen voran der Marktführer Debeka mit einem Plus von über 41.000. Zehn Gesellschaften hatten Bestandsverluste zu verzeichnen. Einbußen im fünfstelligen Bereich standen für die DKV und die Allianz zu Buche. Prozentual am stärksten legte die Concordia mit fast einem Zehntel zu. Am deutlichsten geschrumpft ist mit fast drei Prozent die Gothaer.

Im vergangenen Jahr ist der Bestand an Krankenvollversicherten nach Angaben des Verbands der Privaten Krankenversicherung e.V. (PVK-Verband) zum achten Mal in Folge zurückgegangen. Das Minus fiel mit „voraussichtlich“ 0,1 Prozent auf 8,73 Millionen allerdings so niedrig aus wie in keinem der Vorjahre.

Dies teilte der Verbandsvorsitzende Dr. Ralf Kantak Ende Januar auf der Jahrespressekonferenz der deutschen Versicherungswirtschaft mit (VersicherungsJournal 29.1.2020).

Die PKV-Gesellschaften mit den größten Rückgängen

Eine erste Übersicht des VersicherungsJournals über 17 Gesellschaften – das entspricht etwa der Hälfte der Marktteilnehmer – zeigt zehn Anbieter mit Nettorückgängen bei der Zahl der Vollversicherten. Datengrundlage sind Unternehmens-Mitteilungen beziehungsweise bereits vorliegende Geschäftsberichte (Stand: 27. April).

Das größte Minus nach absoluten Zahlen hatte nach jetzigem Stand die DKV Deutsche Krankenversicherung AG mit annähernd 16.500 Personen zu verzeichnen. Eine Verminderung im fünfstelligen Bereich weist auch die Allianz Private Krankenversicherungs-AG aus.

Einbußen von jeweils über 6.000 waren bei der Bayerischen Beamtenkrankenkasse AG (BBKK) und der Central Krankenversicherung AG zu beobachten. Über 4.000 Vollversicherte verlor die Gothaer Krankenversicherung AG. Die Hallesche Krankenversicherung a.G. büßte über 3.000 Vollversicherte ein.

Größte Rückgänge (Bild: Wichert)

Die UKV – Union Krankenversicherung AG und die Universa Krankenversicherung a.G. schrumpften ebenfalls im vierstelligen Bereich. Zu den Anbietern mit Rückgängen zählen zudem die Versicherer im Raum der Kirchen Krankenversicherung AG (früher Pax-Familienfürsorge) sowie die Württembergische Krankenversicherung AG.

Sieben Unternehmen legten bei den Vollversicherten zu

Die Gruppe der derzeit sieben Unternehmen mit einem Nettozuwachs wird auch in diesem Jahr vom Debeka Krankenversicherungs-Verein a.G. angeführt. Der Branchenprimus (18.7.2019) spielte auch 2019 wieder in einer eigenen Liga und akquirierte im Berichtsjahr über 41.200 neue Vollversicherte.

Die Axa Krankenversicherung AG erzielte ein Plus von gut 4.000 Personen. Die Huk-Coburg-Krankenversicherung AG und die Concordia Krankenversicherungs-AGwuchsen im niedrigen vierstelligen Bereich.

Größte Zugänge (Bild: Wichert)

Ihren Bestand ausgebaut haben auch die Alte Oldenburger Krankenversicherung AG, die Nürnberger Krankenversicherung AG und die Provinzial Krankenversicherung Hannover AG.

Die Anbieter mit den größten prozentualen Veränderungen

Das stärkste prozentuale Wachstum weist die mit einem Bestand von knapp 13.900 vergleichsweise kleine Concordia mit annähernd einem Zehntel aus. Um über ein Prozent legten die Debeka und die Alte Oldenburger zu.

Veränderungen prozentual (Bild: Wichert)

Der stärkste Rückgang lässt sich mit fast drei Prozent für die Gothaer errechnen. Vergleichsweise hohe Verminderungsraten waren mit jeweils über zwei Prozent auch bei DKV, UKV, BBKK und Central zu beobachten.

Björn Wichert

VersicherungsJournal Deutschland – Die PKV-Anbieter mit dem grössten Vollversichertenschwund

VersicherungsJournal Deutschland – Die PKV-Anbieter mit dem grössten Vol…

Categories
Finanzen & Absicherung ulfbrackmann

Europäer horten 1.350.000 Mio. Euro Bargeld! Warum dies keine gute Idee ist

Christof Welzel, Motley Fool beitragender Investmentanalyst | 29. April 2020

Geld-WelleFoto: Getty Images

Krisen können sehr schnell zu Ansteckungseffekten führen. So fielen aufgrund der jüngsten Wirtschaftsschließung bei sehr vielen Geschäften die Einnahmen weg, die so ihre Kredite nicht mehr bedienen können. Diese Entwicklung führt bei Banken zu Kreditausfällen und könnte am Ende sogar zu einem Kollaps des Finanzsystems führen, wenn sich Staat und Zentralbank nicht stützend entgegenstellen würden.

Die Bargeldbestände wachsen

Oft wird der Masse der Bevölkerung kein Finanzsachverstand zugetraut, aber dies ist häufig nicht richtig. Vielen Menschen begreifen die Zusammenhänge sehr wohl, was an den jüngsten Entwicklungen ablesbar ist.

So haben im März 2020 die Menschen im Euroraum ihren Bargeldbestand um 100 Mrd. Euro oder 8 % erhöht. Er stieg somit von 1,25 auf 1,35 Billionen Euro. Eine Ursache ist die Coronaviruskrise, die weltweit überall auftritt und somit alle Wirtschaften gleichzeitig belastet. Niemand weiß genau, wie hoch die Belastungen am Ende für die Banken ausfallen werden. Für die Bürger hat der März 2020 allerdings genügt, um etwas Geld vom Bankkonto abzuheben.

Es gibt aber noch einen zweiten Grund warum Menschen schon seit 2013 mehr Bargeld horten. Die Nullzinspolitik der Zentralbank führt dazu, dass es weder auf dem Tagesgeldkonto, noch bei Lebens- oder Rentenversicherungen, Festgeld oder bei Anleihen noch nennenswerte Zinserträge gibt. Zum Teil werden sogar schon Negativzinsen erhoben.

Aus diesem Grund horten die Menschen ihr Geld lieber zu Hause statt bei der Bank. Allein 2019 (also noch vor der aktuellen Krise) stieg der Bargeldbestand aller Deutschen um 15 % auf 253 Mrd. Euro. Zwar sind dies pro Bürger nur etwa 3.000 Euro, aber entscheidend ist hier die Tendenz, nicht die Höhe. Seit Ende 2013 hat sich der Bestand der Deutschen mehr als verdoppelt.

Bargeld horten ist nicht die Lösung

Die Reaktion ist verständlich, aber dennoch wahrscheinlich nicht die beste Lösung. So ist Bargeld zwar sehr liquide, aber am Ende immer einer Geldentwertung ausgesetzt. Bürger aus Ländern mit hohen Schulden, welche schon verschiedene Staatskrisen durchlebt und beispielsweise ihre Rente verloren haben, setzen deshalb auf Gold. So horten viele russische Bürger Gold statt Bargeld, weil es wertstabiler ist.

Langfristig sollten wir aber nicht an einen Zusammenbruch aller Unternehmen glauben, auch wenn in dieser Krise tatsächlich einige insolvent werden. Deshalb sind Investments in Sachwerte eine zweite Möglichkeit, seine Kaufkraft zu schützen. Dazu zählen neben Gold auch breit gestreute Unternehmensbeteiligungen (Aktien guter Unternehmen), Immobilien, Land oder Wald.

Inflationsphasen wechseln

Niedrig- und Hochinflationsphasen haben sich historisch gesehen immer wieder abgewechselt. Dabei sind die Zeiträume hoher Inflationsspitzen (abgesehen von einigen Dauerkrisenländern) meist relativ kurz, dafür aber mit einer hohen Geldentwertung verbunden. Wir sollten uns also nicht auf eine dauerhaft niedrige Inflation verlassen. Wie die jüngste Entwicklung bei den Lebensmittelpreisen zeigt, kann der Umschwung sehr schnell eintreten. So haben sich Obst und Gemüse allein im März 2020 aufgrund der Angebotsverknappung um 13 beziehungsweise 6 % verteuert.

Fazit

Bargeld ist für Warren Buffett und langfristig gesehen „die schlechteste Anlage der Welt“, weil es einem ständigen Kaufkraftverlust ausgesetzt ist. Bei einer geringen Inflation von nur 2,5 % sind dies in zehn Jahren bereits über 22 % und in 20 Jahren fast 40 % Kaufkraftverlust. Bargeld horten ist deshalb auf die Dauer keine gute Idee.

https://www.fool.de/2020/04/29/europaeer-horten-1-350-000-mio-euro-bargeld-warum-dies-keine-gute-idee-ist/