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Fitness : Auch Training im Studio ist systemrelevant

30. April 2020

Monica Lanzendörfer von „Fit in Haan“ sieht eine düstere Zukunft, wenn Fitness- und Gesundheitsstudios nicht bald wieder öffnen dürfen. Foto: Köhlen, Stephan (teph)

Haan Monica Lanzendörfer, Inhaberin von „Fit in Haan“, ist längst das Lachen vergangen. Bereits seit sechs Wochen dürfen Fitnesszentren in Deutschland wegen Corona nicht öffnen – dabei motivieren die Trainer doch die Menschen zum Sport, der das Immunsystem stärkt.

Von Birgit Sicker

Rund 10.000 Fitness- und Gesundheitstudios gibt es in Deutschland, in denen fast 11,7 Millionen Mitglieder trainieren. Die Sportler müssen sich jedoch seit sechs Wochen in den eigenen vier Wänden oder mit Laufen und Radfahren fit halten, während die Mitarbeiter in den aufgrund der Corona-Pandemie geschlossenen Fitnessstudios sich anderweitig beschäftigen. „Wir haben alles Mögliche gemacht, das Unternehmen von rechts auf links gedreht“, berichtet Monica Lanzendörfer, Inhaberin von „Fit in Haan“. „Erst haben wir eine Grundreinigung gemacht, dann Trainingspläne und Videosequenzen erstellt – und immer wieder alle angerufen und nachgefragt, wann es weitergeht“, erzählt die Fitness-Expertin von der Entwicklung nach der ersten deutschlandweiten Verordnung in der Corona-Krise, als alle Sportstätten schließen mussten. „Dann kam die nächste Verordnung und wir haben uns gesagt: Dann streichen wir eben nochmal alles“, erklärt Lanzendörfer. Das klingt zunächst humorvoll, doch das Lachen vergeht der Chefin und den 20 Mitarbeitern mit jeder Woche des Stillstands mehr. Während die zwölf Festangestellten in Kurzarbeit sind, „stecken die Freiberufler und Minijobber nicht mehr in der Lohnkette drin“, betont Lanzendörfer. Und hofft, dass auch Fitnessstudios bald wieder öffnen dürfen. „Wir wissen schon, dass alles anders wird“, fügt sie hinzu.

Dabei hat Lanzendörfer mit ihren Angestellten bereits Konzepte entwickelt. Masken und Handschuhe für die Mitarbeiter sowie Desinfektionsmittel sind „in großen Mengen“ bestellt. Auch die Abläufe im Studio werden für die Zeit nach der Corona-Sperrung genau gestaltet. „Wir liegen da in den letzten Zügen. Alle sind auch schon in Hygiene geschult und die Trainer beherrschen die Ansage auf Distanz. Wenn wir aufmachen, soll sich der Kunde wohlfühlen“, betont Lanzendörfer.

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Birgit Sicker

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