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Corona-Krise : Wie Kurzarbeit funktioniert

Die Autokonzerne und ihre Zulieferer kennen das Instrument der Kurzarbeit gut – jetzt sind viele betroffen, für die Staatshilfe noch nie Thema war.

(Foto: dpa)

27. März 2020
Henrike Roßbach, Berlin

Die deutsche Variante gilt als gutes Überlebens-Modell bei Krisen, führt aber zu Unsicherheit bei Arbeitnehmern. Was Arbeitgeber und Beschäftigte jetzt wissen müssen.

Die Corona-Krise hat die Wirtschaft im Griff. Fabriken stehen still, auch Handels- und Dienstleistungsunternehmen spüren die Krise. Läden und Restaurants sind geschlossen, Veranstaltungen abgesagt. Entlassungen scheuen viele Betriebe trotzdem. Auch, weil sie keine wertvolle Zeit mit der Suche nach Personal verlieren wollen, wenn es irgendwann wieder bergauf geht. Viele setzen deshalb auf Kurzarbeit. Aber was bedeutet Kurzarbeit eigentlich ganz genau? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Wer kann Kurzarbeit beantragen?

Jeder Betrieb mit mindestens einem Beschäftigten und einem “erheblichen Arbeitsausfall”. Was als erheblich gilt, wurde von der Politik zuletzt gelockert: Seit 1. März und bis Ende des Jahres reicht es, dass mindestens zehn Prozent der Belegschaft ein arbeitsausfallbedingtes Entgeltminus von mehr als zehn Prozent ihres Bruttolohns haben. Unternehmen müssen ihre Kurzarbeitspläne bei ihrer lokalen Arbeitsagentur “anzeigen”. Wird der Antrag bewilligt, müssen sie die Auszahlungen für ihre Mitarbeiter berechnen. Sie zahlen dann Gehalt plus Kurzarbeitergeld aus und bekommen letzteres von der Bundesagentur für Arbeit (BA) erstattet.

Was bedeutet das für die Beschäftigten?

Sie verdienen weniger. Zum einen bekommen sie weiterhin das Entgelt, das ihrer verbliebenen Arbeitszeit entspricht. Also beispielsweise das halbe Gehalt, wenn in ihrer Abteilung nur noch halb so viel gearbeitet wird. Die Lücke füllt das Kurzarbeitergeld, es ersetzt allerdings nur 60 Prozent des entgangenen Lohns, bei Eltern 67 Prozent. Formal wird dafür die Differenz zwischen dem eigentlichen Gehalt (“Soll-Entgelt”) und dem gekürzten Gehalt (“Ist-Entgelt”) berechnet. Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Leistungsprämien oder Boni zählen nicht mit. Aber: Als “Soll-Entgelt” werden nur Einkünfte bis zur Beitragsbemessungsgrenze für die Renten- und Arbeitslosenversicherung berücksichtigt. Die liegt im Westen bei 6900 und im Osten bei 6450 Euro im Monat. Wer also auch als Kurzarbeiter mehr als das verdient, bekommt kein Kurzarbeitergeld. Wer normalerweise über der Grenze liegt, kurzarbeitsbedingt aber darunter rutscht, bekommt nicht die volle Lohnlücke berücksichtigt.

Ist das nicht ungerecht?

Das Arbeitsministerium erklärt, auch der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung müsse nur auf Einkünfte bis zur Beitragsbemessungsgrenze gezahlt werden. Und das Arbeitslosengeld funktioniert genauso.

Was ist, wenn jemand von seinem Kurzarbeitslohn nicht leben kann?

Die Bundesregierung hat den Zugang zur Grundsicherung, also Hartz IV, gelockert. Wer zum Beispiel aufstocken muss, braucht fürs Erste keine Vermögensprüfung mehr über sich ergehen zu lassen; auch die Wohnung gilt grundsätzlich als angemessen. Außerdem können sich Kurzarbeiter in Branchen mit Arbeitskräftemangel – etwa im Handel, Gesundheitswesen oder der Landwirtschaft – etwas dazuverdienen, ohne dass ihnen das voll auf ihr Kurzarbeitergeld angerechnet wird. Ohnehin kann die Arbeitsagentur jeden Kurzarbeiter in eine andere “zumutbare Arbeit” vermitteln; als Zweitjob oder dauerhaft.
Was gilt für Teilzeitkräfte? Deren Arbeitszeit ist ja schon “verkürzt”.

Laut BA kann das jede Firma für sich entscheiden, ob etwa eine Arbeitszeitverkürzung von 50 Prozent auch die Arbeitsstunden von Teilzeitkräften um 50 Prozent verringert – oder ob es für jemanden mit halber Stelle bei der halben Stelle bleibt. Ohnehin muss Kurzarbeit nicht für alle Mitarbeiter angemeldet werden, sondern nur für die mit tatsächlichem Arbeitsausfall.
Bei Minijobbern liegt keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vor, bei Midijobbern schon. Leiharbeiter sind durch die neuen Krisenregelungen in den Kreis der Berechtigten aufgenommen worden. Azubis haben auch bei Kurzarbeit sechs Wochen Anspruch auf ihre Vergütung.

Kann der Arbeitgeber Kurzarbeit einfach so anordnen?

Nein, er muss mit dem Betriebsrat eine Vereinbarung treffen. Ohne Betriebsrat muss jeder einzelne Arbeitnehmer zustimmen.

Wie entlastet Kurzarbeit die Unternehmen eigentlich genau?

Sie können ihre Arbeitskosten so senken, wie es den Produktionsausfällen entspricht, ohne dafür Mitarbeiter entlassen zu müssen. Außerdem müssen sie derzeit, auch das ist eine der beschlossenen Lockerungen, auf entfallene Entgelte keine Sozialbeiträge zahlen. Die übernimmt die BA.

Warum stocken nicht alle Unternehmen das Kurzarbeitergeld freiwillig auf?

Die Gewerkschaften fordern das in der Tat; auch aus der SPD kommen solche Stimmen. In einigen Branchen und Konzernen sorgen tarifliche Vereinbarungen auch schon für solche Zuschläge. Die Wirtschaft aber sagt, Kurzarbeit sei kein Geschenk, von dem sie den Arbeitnehmern etwas abgeben müssten, sondern schlicht die Alternative zu Entlassungen. Tatsächlich bekommen die Betriebe ja selbst mit der kompletten Erstattung der Sozialbeiträge kein Geld geschenkt – sie müssen lediglich keine Abgaben mehr zahlen auf Arbeitsstunden, die nicht stattgefunden haben. Das Problem für viele Firmen ist zudem, dass eine Aufstockung die finanzielle Entlastung durch die Kurzarbeit gleich wieder schmälern würde, während sie große Liquiditätsprobleme haben.

Kann die BA sich das alles leisten?

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sagt: ja. Die BA hat Reserven von 26 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Die Finanzkrise hat sie 24 Milliarden gekostet. Die Bundesregierung rechnet derzeit damit, dass die Corona-Krise für 2,35 Millionen Kurzarbeiter sorgen wird. Die Mehrkosten für die BA durch die jüngsten Erleichterungen beziffert sie auf 10,05 Milliarden Euro.

Dürfen auch Unternehmen die erleichterten Kurzarbeitsregeln nutzen, die vor Kurzem erst teure Aktienrückkaufprogramme aufgelegt haben?

Die kurze Antwort lautet: ja. Denn das Kurzarbeitergeld ist, das macht das Arbeitsministerium deutlich, eine Versicherungsleistung. Einzige “Tatbestandsvoraussetzung” sei ein vorübergehender, nicht vermeidbarer Arbeitsausfall aus wirtschaftlichen Gründen oder wegen eines “unvermeidbaren Ereignisses”, der zu Entgeltausfällen führt. “Die finanzielle Lage des Unternehmens ist in diesem Zusammenhang ohne Bedeutung.”

Wie kann ein Unternehmen ohne Zeiterfassung Kurzarbeit einführen?

Derzeit reicht es laut Ministerium, die Gründe für den Arbeitsausfall “plausibel” vorzutragen, durch “einfache Nachweise”. Auf die Arbeitszeiterfassung komme es nicht an. Am Ende aber, bei der Abrechnung mit der BA, ist es an den Arbeitgebern, “stundenweise darzulegen, ob die Arbeitnehmer gearbeitet haben oder ein Arbeitsausfall vorlag”. Betriebe dürfen also bloße Einnahmeausfälle nicht mit einem tatsächlichen Arbeitsausfall verwechseln.

Für wie lange kann ein Unternehmen Kurzarbeit beantragen?

Aktuell für zwölf Monate. Wird zwischendrin längere Zeit wieder normal gearbeitet, verlängert sich die Bezugsdauer.

Was ist mit Rentnern und Pensionären, die noch arbeiten?

Das Arbeitsministerium verweist darauf, dass nur versicherungspflichtig Beschäftigte Anspruch auf Kurzarbeitergeld haben. Wer die Regelaltersgrenze erreicht hat, ist in der Arbeitslosenversicherung aber grundsätzlich versicherungsfrei. Keine Versicherung, kein Kurzarbeitergeld.

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/kurzarbeit-bedeutung-ablauf-fragen-tipps-1.4859488

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COVID-19 Briefing: Konjunkturszenarien für die Nach-Corona Zeit

Dr. Alexander Börsch, 26 Mar. 2020 3

Die weltweite Ausbreitung des Corona-Virus hat alle Konjunkturprognosen für 2020 innerhalb von wenigen Wochen obsolet gemacht. Anstelle von moderatem Wirtschaftswachstum Deutschlands und der Welt stehen nun alle Zeichen auf Rezession. Wie tief und lange diese sein wird, hängt vor allem davon ab, für welchen Zeitraum große Teile der Wirtschaft stillgelegt werden, um die Ausbreitung des Virus zu bekämpfen. Allerdings ist klar, dass sich die Weltwirtschaft aktuell bereits in einer tiefen Rezession befindet, der Rückgang des Wachstums im ersten Quartal dürfte hoch sein. Unternehmen müssen sich mindestens kurzfristig auf einen sehr starken Abschwung einstellen.

Die Effekte für das Gesamtjahr hängen davon ab, wie schnell sich die Wirtschaft stabilisieren wird. Die aktuellen Szenarien für Deutschland für das gesamte Jahr reichen dabei von einer kurzen, schweren Rezession bis zu einer langanhaltenden Krise. Obwohl die Effekte alle Branchen betreffen werden, sind die Effekte dennoch sehr verschieden, wie sich jetzt schon an den Aktienkursen ablesen lässt.

Die Dimensionen der Corona-Krise

Die wirtschaftlichen Verwerfungen durch COVID-19 sind in vielfacher Hinsicht noch nicht dagewesen. Erstens trifft die Pandemie die Zentren der Weltwirtschaft – also die G7-Länder plus China – zum mehr oder weniger selben Zeitpunkt. Dazu kommt, dass die weltwirtschaftliche Verflechtung sehr viel höher ist als bei früheren Pandemien wie der Schweinegrippe oder SARS.

Zweitens hat das Corona-Virus mehrere Arten schneller und massiver ökonomischer Schocks nach sich gezogen, nämlich einen Angebots-, einen Nachfrage-, und einen Unsicherheitsschock. Der Angebotsschock bezieht sich darauf, dass Arbeitnehmer nicht zur Arbeit kommen können und deswegen weniger produzieren; die Unterbrechung von Lieferketten durch fehlende Vorprodukte beispielsweise aus China und Italien hat denselben Effekt. Auf der Nachfrageseite wird in Zeiten von geschlossenen Restaurants, abgesagten Messen und Ausgangsbeschränkungen naturgemäß sehr viel weniger konsumiert, die Nachfrage aus dem Ausland sinkt ebenfalls, während Unternehmen sich mit Investitionen zurückhalten.

Der Unsicherheitsschock über die weitere Entwicklung der Pandemie zeigt sich an den Finanzmärkten. Die hohen Verluste an den Börsen – der Dax verlor 37 Prozent zwischen dem 19. Februar und dem 23. März – und die Volatilität der Finanzmärkte strahlt auch auf die Realwirtschaft aus. Die Risiken für eine Verschärfung der finanziellen Konditionen, für steigende Refinanzierungskosten und Liquiditätsengpässe nehmen damit zu.

Traditionelle Instrumente der Wirtschaftspolitik sind wegen der verschiedenen und ineinander verschränkten Dimensionen schwierig anzuwenden. Die Ankurbelung der Nachfrage funktioniert nicht, weil weite Teile der Wirtschaft heruntergefahren sind und so die Wirkung verpuffen würde. Gleichzeitig sind die wirtschaftspolitischen Instrumente für einen Angebotsschock begrenzt; unterbrochene Lieferketten und weniger Arbeitsstunden sind wirtschaftspolitisch nicht ungeschehen zu machen. Aus diesen Gründen zielen die Maßnahmen vor allem darauf ab, die Zeit des unmittelbaren Stillstands zu überbrücken und die Auswirkungen des Unsicherheitsschocks abzufedern, sei es über Einkommenstransfers, über Kreditgarantien oder über Schutzschirme. Dennoch wird die Ankurbelung der Wirtschaft in der Zeit nach der unmittelbaren Krise eine der wichtigsten wirtschaftspolitischen Aufgaben sein.

Die sektoralen Auswirkungen

Nicht alle Sektoren sind von den Auswirkungen der Corona-Krise gleichermaßen betroffen. Mit am gravierendsten sind die Folgen für die Luftfahrt sowie für die Tourismus- und Freizeitindustrie. Der EuroStoxx 600 Travel & Leisure Index hat sich im letzten Monat mehr als halbiert; die Sektorindizes für Öl und Gas sowie für die Automobilindustrie sind um 47 und 43 Prozent gefallen.¹ Unter den am stärksten gefallenen Aktien sind Kreuzfahrtanbieter, Fluglinien, Hotel- , Kino- und Fitnessketten ebenso wie Einzelhändler. Auf der anderen Seite haben vor allem Lebensmittelhändler, Online-Dienste und Telekommunikationsunternehmen gewonnen.² Das Institut für Weltwirtschaft geht davon aus, dass im Vergleich zu den stark in Mitleidenschaft gezogenen Branchen in Deutschland ungefähr die Hälfte der Branchen ökonomisch eher wenig betroffen sein wird, darunter der Immobiliensektor, die Informations- und Telekommunikationsindustrie sowie weite Teile des öffentlichen Sektors und natürlich der Gesundheitssektor.³

Allerdings kann die Sektor-Perspektive nur eine grobe Orientierung geben, weil sich die Subsektoren unterschiedlich entwickeln. Im Einzelhandel sind Modeketten durch Geschäftsschließungen stark betroffen, während Lebensmitteleinzelhändler und Supermarktketten die Grundversorgung der Bevölkerung gewährleisten. Im IT-Sektor ist die IT-Produktion sicherlich stärker betroffen als IT-Services und Software. Während Streamingdienste größere Nachfragezuwächse verzeichnen dürften, sind andere Segmente des Unterhaltungsbereichs dagegen vollständig geschlossen.

Die drei Konjunkturszenarien

Die ersten Konjunkturprognosen von Anfang März, die den Ausbruch von COVID-19 berücksichtigen und Szenarien zwischen Stagnation und milder Rezession entwickelten, sind drei Wochen später schon überholt. Es gibt aktuell keinen Zweifel mehr daran, dass die Weltwirtschaft und Deutschland auf eine schwere Rezession zusteuern. Die jüngsten Stimmungsindikatoren untermauern dies. Der vorläufige ifo-Geschäftsklimaindex zeigt den stärksten Rückgang seit 1991 und den niedrigsten Wert seit 2009.⁴ Das Institut für Weltwirtschaft geht davon aus, dass in der zweiten Märzhälfte das Wachstum in Deutschland im Vergleich zum Vormonat um 18 Prozent einbricht.⁵

Für die Weltwirtschaft erwarten die letzten Prognosen eine Kontraktion des Wachstums um zwei Prozent im ersten Quartal, im zweiten Quartal dann einen weiteren Rückgang von 0,4 Prozent; ursprünglich war ein positives Wachstum von ungefähr 2,5 Prozent für 2020 für das Gesamtjahr erwartet worden. Der Einbruch im ersten Quartal wäre nach 2009 der zweithöchste in den letzten 50 Jahren.⁶ Eine Rezession in der Weltwirtschaft beginnt schon bei Werten von weniger als 1,5 Prozent positivem Wachstum, da das Trendwachstum in den Schwellenländern höher ist. Der Abschwung ist unvermeidbar, die Frage ist, wie es danach weitergehen wird und wie schnell sich die Konjunktur erholen könnte. Obwohl noch nicht alle Konjunkturprognosen aktualisiert wurden, kristallisieren sich drei Szenarien sowie erste quantitative Einschätzungen ab, die aber mit hoher Unsicherheit behaftet sind.

· V-Szenario: Im V-Szenario symbolisiert der linke Teil des V den derzeitigen tiefen Abschwung, dem aber dann eine rasche Gegenbewegung folgt. In diesem Szenario kann das Corona-Virus relativ zeitnah eingedämmt werden, die Wirtschaft wird anschließend wieder hochgefahren und die massiven geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen unterstützen die Erholung im zweiten Halbjahr. In diesem Szenario kann die Expansion im zweiten Halbjahr die Verluste des ersten zumindest teilweise wieder auffangen. Die Prognosespanne für die deutsche Wirtschaft in diesem Szenario ist ziemlich weit; die Erwartungen reichen von einem Rückgang von -1,5 Prozent (ifo) bis zu einem Rückgang von -4,5 Prozent (Institut für Weltwirtschaft), während einige Prognosen einen Wert in der Mitte von ungefähr minus drei Prozent erwarten.⁷ Zum Vergleich: In der letzten „normalen“ Rezession vor der Finanzkrise 2002/2003 ging die Wirtschaftsleistung um 0,2 und 0,7 Prozent zurück.

· U-Szenario: Im U-Szenario dauert die Eindämmung des Corona-Virus länger, beziehungsweise setzt auch nicht sofort eine Gegenbewegung ein, sondern die Wirtschaft würde nach der unmittelbaren Talfahrt noch in der Stagnation verharren, bevor es wieder aufwärtsgeht. Für diesen Fall eines längeren Shutdown geht das Institut für Weltwirtschaft von einem sehr hohen BIP-Rückgang von -8,7 Prozent aus. Allerdings wäre dann die Gegenbewegung in 2021 mit fast 11 Prozent Wachstum auch sehr stark. Das ifo-Institut geht in diesem Fall von noch höheren BIP-Verlusten zwischen 7,2 und 20 Prozent für 2020 aus.⁸ Zum Vergleich: Im Krisenjahr 2009 stürzte das Bruttosozialprodukt um 5,7 Prozent ab.

· L-Szenario: In einem L-Szenario setzt nach dem Abschwung keine Gegenbewegung ein, sondern die wirtschaftliche Stagnation bleibt bestehen. Das könnte verschiedene Ursachen haben, z.B. Zweitrundeneffekte der Pandemie durch Finanzmarktkrisen oder eine Rückkehr des Virus in der zweiten Jahreshälfte. In diesem Fall wären die Wachstumsverluste dieselben wie in den anderen Szenarien, allerdings würde die Wirtschaft in der Rezession oder sogar in der Depression verharren.

Die Mehrheit der Konjunkturbeobachter geht von einem V-förmigen Verlauf aus. Der wichtigste Indikator für den weiteren Konjunkturverlauf ist die Zeit, die bis zur Eindämmung des Virus verstreicht. Wenn dies bis Ende April bzw. Anfang Mai gelingt, könnte eine V-förmige Entwicklung einsetzen und das zweite Halbjahr retten. Wenn es noch ein Quartal länger dauert, dürfte eine zumindest U-förmige Entwicklung unvermeidbar sein, während ein L-förmiger Verlauf zwar vorstellbar ist, für den aber Extremrisiken zusammenkommen müssten. Eine tiefe, aber temporäre Rezession bleibt in der derzeitigen Lage das positivste Szenario.

¹ https://www.stoxx.com/index-details?symbol=SXTP. Die Daten beziehen sich auf den Zeitraum zwischen dem 19.2 und 23.3.2020

² Bloomberg. These are the European Stocks most Impacted by the Coronavirus. 21. 3 2020, accessed 22.3.

³ Institut für Weltwirtschaft. Economic Outlook UPDATE: German GDP expected to slump between 4.5 and 9 percent in 2020. https://www.ifw-kiel.de/publications/media-information/2020/economic-outlook-update-german-gdp-expected-to-slump-between-45-and-9-percent-in-2020

⁴ Ifo Institut, ifo Geschäftsklimaindex bricht ein , 19.3.2020. https://www.ifo.de/sites/default/files/secure/ku-20200319/ku-vorlaeufig-2020-03-pm-geschaeftsklima-DT.pdf

⁵ Institut für Weltwirtschaft. Economic Outlook UPDATE: German GDP expected to slump between 4.5 and 9 percent in 2020.

⁶ Oxford Economics. World Economic Prospects March 2020 2nd Update, https://resources.oxfordeconomics.com/hubfs/WEP/WEPM%20March%202020%20Word-forecast%20update%202.pdf

⁷ Institut für Weltwirtschaft. Economic Outlook UPDATE: German GDP expected to slump between 4.5 and 9 percent in 2020; BayernLB Research. Perspektiven 5-Jahresprognosen Ausgabe 03/2020, 18.3.2020, https://www.bayernlb.de/internet/media/de/ir/downloads_1/bayernlb_research/multiasset_produkte/perspektiven-5Jahresprognosen_190731.pdf; Feri Prognose Update: Lage und Perspektiven der Weltwirtschaft, 19.3.2020

⁸ ifo Institut. Die volkswirtschaftlichen Kosten des Corona-Shutdown für Deutschland: Eine Szenarienrechnung ifo Schnelldienst Vorabdruck März 2020. https://www.ifo.de/DocDL/sd-2020-04-fuest-etal-volkswirtschaftliche-kosten-corona-2020-04-15.pdf

https://www2.deloitte.com/de/de/blog/covid-19-briefings/2020/covid-19-briefing-konjunkturszenarien.html

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So geht Social Media in Corona-Zeiten

Katrin Otto, 25. März 2020

Momentan kann sich täglich alles ändern. Deshalb sollten Unternehmen in Krisenzeiten im Social-Media-Management in Sachen Planung, Überprüfung und Reaktion folgende Regeln befolgen.


Soziale Medien sind unmittelbar und schnell. Das gilt besonders für Krisenzeiten. Foto: Christian Lue

Soziale Medien sind zu Corona-Zeiten ein wichtiges Mittel im Kommunikations- und Marketing-Mix. Edelman-PR gibt Tipps für das ideale Community-Management. Dabei sind die drei Punkte Planung, Überprüfung und Reaktion entscheidend.

Planung von Social Media

Für die Planung muss zuerst die Rolle der sozialen Kanäle je nach Unternehmensbedürfnissen bestimmt werden. Das heißt sollen Soziale Medien auch für die Mitarbeiterkommunikation genützt werden, verändert sich die Zielgruppe während der Krise, wie interagiert das Publikum aktuell mit den Unternehmenskanälen. Zur Planung gehört auch der enge Kontakt mit den Social Media-Teams wie auch Richtlinien für eine zeitnahe Reaktion auf Social Media-Kommentare. Stellen Sie sicher, dass Passwörter und der Zugang zu Kanälen nicht auf eine einzelne Person beschränkt sind und dass bei Bedarf ein Fernzugriff möglich ist. In einigen Branchen kann sich die Zahl der Diskussionen in sozialen Medien stark erhöhen – ziehen sie in Betracht Personal aufzustocken oder einen Schichtbetrieb einzuführen.

Überprüfung von Kampagnen

Überprüfung meint die Überprüfung aktueller und geplanter Kampagnen und Inhalte vor dem Hintergrund der Krisensituation. Kampagnen dürfen nicht zu opportunistisch, oder der Situation unangemessen sein – wie etwa die Einladung zu Veranstaltungen. In besonders betroffenen Märkten können Kampagnen oder lokale Anzeigenkäufe in der Aufmerksamkeit untergehen oder unsensibel sein. Vor allem dürfen Inhalte nicht den Empfehlungen der Behörden widersprechen. Das gilt auch für Influencer-Kampagnen: Hier sollte überprüft werden, ob die Kampagnen fortgesetzt werden sollen. Zudem müssen die Influencer mit Q&As für den Umgang mit ihrer Community gebrieft werden.

Reaktion in Social Media

Am besten werden Leitlinien entwickelt, die eine passende, zeitnahe Reaktion in Social Media festlegen. Das bedeutet feste Kriterien für eine Diskussion über die Marke oder die Branche und COVID-19. Aber auch über Geschäftabläufe, die direkt beeinflusst werden (Lieferung etc). Das gilt auch für die Situation, dass ein Mitarbeiter erkrankt oder ein Standort direkt betroffen ist. Gegebenenfalls bietet es sich auch an spezifische Botschaften zu entwickeln, nämlich über die Maßnahmen, die ein Unternehmen umsetzt, um vor Covid-19 zu schützen.

Soziale Medien können in Krisenzeiten auch als Kanal in die Mitarbeiterkommunikation eingebunden werden, um die Mitarbeiter zu erreichen und zu informieren. Bleiben Sie aktuell. Bleiben Sie gesund.

https://www.wuv.de/tech/so_geht_social_media_in_corona_zeiten

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Game changer: Will Turkey unlock potential oil bonanza for Somalia?

BY HASSAN YUUSUF WAAL

OP-ED
APR 23, 2020

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In the last decade, Somalia has made remarkable progress on multiple fronts: good governance, security, the economy and the military system. Somalia is opening its waters to exploration as it seeks to become a regional economic hub. Some studies suggest that the seafloor beneath Somalia’s coastal waters may contain up to 100 billion barrels of oil. Thus, foreign investors have shown considerable interest in Somalia’s oil and gas resources.

Turkey, a partner and a close ally of Somalia, could be joining the race to explore the oil deposits along Somalia’s Indian Ocean coast. On Jan. 20, President Recep Tayyip Erdoğan said that Turkey had received an invitation from Somalia to explore for oil in its seas. The news has been greeted with much optimism by many, particularly the Somali people.

Turkey’s humanitarian diplomacy has won the hearts and the minds of Somali people. Since then-Prime Minister Erdoğan’s first visit to Somalia in 2011, Turkey has poured millions of dollars of aid into Somalia, supporting health, education, infrastructure, military rebuilding and peace building.

On the other hand, Turkey-Somalia relations are also based on economic cooperation and trade. Turkey has arguably shifted the donor-recipient paradigm to a win-win development. According to the Turkish Foreign Ministry, the bilateral trade volume between Turkey and Somalia increased from $144 million (TL 1 billion) in 2017 to $187 million in 2018, and $206 million in the first 10 months of 2019. It is worth mentioning that the relationship between Somalia and Turkey dates as far back as the 16th century and is based on mutual interest and shared values.

Oil in Somalia

The history of oil exploration in Somalia dates back to the early 1950s when Agip (now known as Eni) and Sinclair Oil Corporation carried out geological studies. In the late 1980s, companies including Conoco, Chevron and Shell were awarded exploration licenses. However, when Somalia plunged into civil war in 1991, those oil companies which bought oil blocks declared force majeure on their operations.

In recent years, a number of seismic studies concluded that Somalia has oil and gas reserves offshore worth extracting. Spectrum’s findings indicate that there is a high potential for hydrocarbon exploration in offshore Somalia. Neil Hodgson, executive vice president of geoscience at Spectrum said, “Analysis is suggesting offshore Somalia stands as a beacon on the East African margin, offering the potential for the next giant oil discoveries in the future.”

As a result, the last few years have witnessed a growing interest in Somalia’s offshore oil and gas resources. Last June, the Ministry of Petroleum and Mineral Resources of Somalia reached an agreement with the Shell and ExxonMobil joint venture to repay the rental fees of $1.7 million for offshore blocks from 1990 to 2008. While there are high hopes for oil discovery in Somalia, there is an equally long list of challenges.

Current challenges

Somalia’s major challenges include political instability, security issues, limited infrastructure, corruption and foreign interference.

Violent extremism is still a serious threat to peace and stability in Somalia. On Dec. 28, 2019, a suicide car-bombing at a busy junction in Mogadishu killed 79 people, including two Turkish citizens.

There is endemic corruption in Somalia, especially in politics. It is a severe impediment to the economic and social development of the country. According to Transparency International’s 2019 Corruption Perceptions Index (CPI) report, Somalia is the 180th least corrupt nation out of 180 countries.

After the fall of the Somali state in 1991, the country has become a breeding ground for external competing forces whose malign motives have destroyed the country – hazardous waste dumping, weapon trafficking, illegal fishing, the geopolitics of the region, etc. Somalia has endured a prolonged period of commercialized anarchy. But things are gradually changing for the better in Somalia, thanks to the current Federal Government of Somalia (FGS) and its international partners.

Future prospect

Despite the challenges, Somalia is a country full of hope and bright prospects for the future. It offers plenty of opportunities. Somalia boasts the longest coastline in Africa (3,300 km) and untapped natural resources. It is located in a very strategic place, as a gate to the Red Sea and the Gulf of Aden. Moreover, there are more than 2 million Somalis who live in the diaspora. They send around $2 billion of remittances back home annually – an economic lifeline for the conflict-ridden country. They also send back social remittances-skills, expert knowledge, etc.

The big caveat, though, is unless the necessary preconditions for Somalia’s oil discovery – such as stability, regulatory and accountability – are met, success is far from guaranteed, or perhaps it may trigger more violence, corruption (rent-seeking) and continued poverty. So, what has Somalia’s government done to tackle the above-mentioned challenges?

Indeed, the FGS has taken some significant steps that are critical for building effective political and social institutions and more specifically for offshore oil and gas reserves to be exploited most effectively. With the support of international partners, the government has undertaken security sector reforms. Efforts are now underway to transfer security responsibilities from the African Union Mission in Somalia (AMISOM) to the Somali National Army.

In terms of policies and regulatory frameworks, major new laws were passed that include a petroleum law, anti-corruption law and new election law which is based on “one person, one vote,” replacing the controversial clan-based electoral system. On Feb. 8, President Mohamed Abdullahi Farmajo signed the landmark petroleum legislation into law – an important piece of legislation that safeguards the revenue sharing agreement between the federal government and the states as well as the environment. It has removed major barriers to exploration. Additionally, the president signed anti-corruption and new election legislation into law in September 2019 and February 2020, respectively.

Moreover, the FGS has pushed through financial and economic reforms that will pave the way for Somalia’s $5 billion debt cancelations. Following the meetings of the executive boards of the International Monetary Fund (IMF) and World Bank, on Feb. 12 and 13, respectively, Somalia was commended for its strong commitment to reform and rebuilding key economic institutions. “Today’s agreement by the IMF Executive Board that Somalia can be eligible for debt relief under the Enhanced HIPC Initiative marks a historic moment,” said Kristalina Georgieva, managing director and acting chair of the IMF. World Bank Group President David Malpass also said, “Today was an important step toward Somalia resuming financing from international financial institutions.”

So, will Turkey venture into this new territory of offshore drilling in Somalia, and what are the implications? Indeed, Turkey will accept Somalia’s invitation for two reasons: Firstly, Turkey has a no-strings-attached policy and unwavering support for the fellow Muslim country. Turkey is in Somalia to show solidarity with the brothers and sisters of Somalia. Turkey has reiterated many times that this is not just for one day and it will continue to work for its brothers and sisters and will never abandon them. That pledge has been fulfilled. And, arguably, Turkey has succeeded where many other foreign backers and NGOs have failed before. Today, Turkey provides a great deal of infrastructure development and technical assistance to Somalia. Trade and economic cooperation between the two countries is also rapidly growing.

Secondly, as an emerging and industrialized economy, Turkey needs the natural resources of Africa. Hence in 2005, Turkey launched the Open to Africa policy which aims to increase economic and strategic relations with African countries. According to Anadolu Agency (AA), “Turkey’s bilateral trade volume with Africa increased threefold from 2003 to reach $18.8 billion in 2017, as exports totaled $11.6 billion and imports $7.1 billion.”

Is the risk of Somalia’s oil exploration worth the reward? The Somalia stakes are high due to the country’s rich abundance of oil and non-petroleum mineral wealth. The success of Turkey’s engagement with Somalia can be partly attributed to the risk-taking factor. Despite the security challenges, the Turkish government and Turkish nongovernmental organizations and businesses have expanded their aid and business operations to many parts of Somalia. From this perspective, Turkey has a comparative advantage in discovering Somalia’s oil first. Oil discovery in Somalia could help transform Somalia’s economy and play a big role in Turkey’s energy security and investment opportunities.

Meanwhile many oil interests, including Western oil companies who have legacy oil contracts signed before the civil war in 1991, have recently turned their sights on Somalia’s potential oil and gas resources. This next great oil frontier will create fierce competition that will bring many benefits to the Somali people. However, as evidently seen in many parts of Africa and developing countries, resource richness can be a curse rather than a blessing. Good governance is the only answer to the challenges of the resource curse.

* Activist, freelance writer and documentary filmmaker based in Northampton, U.K.

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https://www.dailysabah.com/opinion/op-ed/game-changer-will-turkey-unlock-potential-oil-bonanza-for-somalia

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How Companies Can Keep Up with Shoppers’ Accelerating Use of Mobile

The most successful sites get three things right.

By Mario Häuptli, Daniel Suter and Sebastian Walter

  • March 23, 2020

Where traffic goes, sales follow. According to research conducted before the Covid-19 outbreak, almost 40% of all online sales in Western Europe are made via mobile web access. In addition, some 82% of smartphone users consult their mobile phone just before they make an in-store purchase.

However, nearly 60% of customers in Western Europe cite the lack of a cross-device buying experience as a hurdle in the purchase process. And 61% of users leave for a competitor’s site if they don’t find what they are looking for right away.

To attract and keep customers when normal shopping patterns return, it will be helpful to look at the three things leading companies focus on: customer-centric design, strong technology and a data-driven approach to measuring and improving performance. Creating a frictionless experience with fast page-load times and flawless interactions is critical, as is explicitly tracking mobile KPIs such as a site’s load performance, conversion and bounce rate, and mobile customer satisfaction. Without this data, management can’t know whether its mobile technology is functioning well, understand how customers are responding or predict business outcomes.

Mario Häuptli and Daniel Suter are partners based in Bain & Company’s Zurich office. Dr. Sebastian Walter leads ADAPT, Bain’s digital innovation and solutions team, in Europe, the Middle East and Africa and Bain’s Digital Discovery Hub in Berlin.

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https://www.bain.com/insights/slow-to-register-how-companies-can-catch-up-with-shoppers-accelerating-use-of-mobile-snap-chart/

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Myths About Leadership That Need to Stop!

Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Sie sich nicht von Natur aus für eine “große Führungskraft” halten. Es ist völlig in Ordnung, wenn man das Gefühl hat, dass es da draußen andere gibt, die besser für Führungsrollen geeignet sind, und in der Tat sehen sich nur wenige von uns als natürlich geborene Führer, bis wir in diese Rolle gedrängt werden.

Die gute Nachricht ist, dass die meisten Führungspersönlichkeiten eher geschaffen als geboren werden, und das bedeutet, dass Sie die notwendigen Fähigkeiten sozusagen “on the job” entwickeln können. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre Forschung betreiben, was Sie gerade tun… gut gemacht!

Was aber leider nicht hilft, ist die Tatsache, dass es eine Menge Fehlinformationen gibt, die uns die Sache erschweren. Es gibt viele vorherrschende Mythen über die Führung, die nichts anderes tun, als uns auf den falschen Kurs zu lenken. Hier sind einige der schlimmsten…

Anführer sein bedeutet Schreien

Eine Sache, die die Menschen denken, ist, dass ein Führer zu sein bedeutet, “das Sagen zu haben”, und dass dies wiederum bedeutet, ihre Autorität zu unterdrücken und die Leute anzuschreien, um sie, wenn nötig, zu tadeln.

Aber während dies in den 50er Jahren vielleicht noch zutraf, ist es heute ein völlig veralteter Ansatz. Zunächst einmal lässt das Schreien Sie einfach außer Kontrolle und emotional erscheinen – statt ruhig und gelassen.

Außerdem suggeriert das Schreien, dass man für jemand anderen verantwortlich ist, was nicht der Fall ist. Sie sind nur in einer Position, in der Sie die nächste Vorgehensweise wählen können. Dies ist auf eine Vereinbarung zwischen Ihnen und der von Ihnen beauftragten Person zurückzuführen, und diese kann sich ebenso wie Sie jederzeit dafür entscheiden, diese Vereinbarung zu beenden. Behandeln Sie Menschen mit Respekt, auch wenn sie nicht auf die Vernunft hören.

Führungskräfte sollten “einer der Jungs” sein.

Umgekehrt ist es jedoch nicht angebracht, zu versuchen, mit Ihrem Team “Kumpel” zu sein. Das klingt zwar verlockend, aber in Wirklichkeit wird es zu mehr Problemen führen. Es macht es schwieriger, wenn Sie harte Entscheidungen treffen müssen, es kann zu Vorwürfen führen, dass Ihre persönlichen Gefühle im Weg stehen, und es kann manchmal eine Grenze überschreiten und zu Respektlosigkeit führen. Seien Sie freundlich, aber versuchen Sie, zumindest im Büro Geschäft und Vergnügen zu trennen.

Eine Führungskraft zu sein bedeutet, mutig und tapfer zu sein.

Eine Führungspersönlichkeit zu sein, bedeutet nicht, dass man mutig und tapfer sein muss. Es bedeutet nicht, dass man breite Schultern und eine massive Brust oder unendliches Vertrauen haben muss.

Alle Führungspersönlichkeiten sind menschlich (außer Optimus Prime), und das bedeutet, dass sie Schwächen, Charakterfehler und Selbstzweifel haben, genau wie alle anderen auch. Als Führungskraft geht es nicht darum, wer man ist, sondern darum, was man tut!

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„Elevator-Pitch“ im Verkauf ; in 30-Sekunden zum Erfolg

Bei Konferenzen, am Telefon oder beim Networking haben Vertriebsmitarbeiter in der Regel ein nur kurzes Zeitfenster, um den Eindruck zu hinterlassen, der den Deal bringt. Also müssen Vertriebler dafür sorgen, dass jede Sekunde im Gespräch zählt. Genau wie ein EURO 100.000,00 und 30-Sekunden-Werbespot einen massiven Einfluss auf das gesamte Ergebnis haben kann so ist auch die Perfektionierung eines kurzen „Elevator-Pitches“ absolut relevant für den Unternehmenserfolg.

Hier sind die 5 Top Kriterien:

– Verständlich: Jeder, der Ihren Pitch hört, sollte eine richtige Momentaufnahme Ihres Unternehmens, Produkts oder Ihrer Dienstleistung erhalten. Vermeiden Sie Tech Talk und unnötige Details um jeden Preis.

– Kurz und bündig: Der Pitch sollte kurz und geradlinig sein, und vorzugsweise so, dass er in ein oder zwei Atemzügen gesagt werden kann.

– Unumstößlich: Sage klar, wer du bist und was du tust, so dass niemand deine Behauptungen widerlegen oder leugnen kann.

– Attraktiv: Zeigen Sie, dass jedes etwaige Risiko, das damit verbunden sein mag, es 100% wert ist.

– Call-to-action: Sagen Sie Ihrem Kunden was er/sie zu tun hat um von Ihnen zu profitieren.

Arbeiten Sie im Rahmen Ihres Team eng zusammen, um einen universellen Elevator-Pitch zu entwickeln. Geben Sie dabei Ihren Teammitgliedern ausreichend kreative Freiheit, damit deren Persönlichkeiten durchscheinen können. Dennoch sollten Sie die Richtung, die Kernaussagen vorgeben, mit dem Zweck all zu große „Abweichungen“ innerhalb Ihres Vertriebsteams zu vermeiden.

Sobald sich Ihr Team auf einen Kern-Pitch geeinigt hat, üben Sie ihn. Rollenspiele bieten sich hier an. Suchen Sie nach einer Sprache, die natürlich ist, sich nicht klobig anfühlt, und nach Möglichkeiten, die es gibt, die Botschaft noch weiter zu verbessern. Wenn Sie Zugriff auf Anrufaufzeichnungen haben, hören Sie sich diese als Gruppe an, um zu sehen, auf welche Nachrichtenelemente verschiedene Arten von Kunden am besten reagieren.

Als ganz besonderen Tipp empfehle ich Ihnen VAKOG der Kunden zu berücksichtigen.

Und im Sinne von „Übung macht perfekt“ ist es äußerst produktiv circa alle 2-4 Wochen ein Wiederholungstraining durchzuführen, und hierbei die gewonnenen Erfahrungen zu diskutieren und darauf aufzubauen.

Und wie werden Sie davon profitieren? Wieviel ist hier für Sie drin? Kontaktieren Sie mich & vernetzen Sie sich mit mir 😉

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So erkennst du eine inkompetente Führungskraft

Marinela Potor, 19. März 2020

Kann man eine inkompetente Führungskraft im Unternehmen leicht erkennen? Eine neue Studie des Harvard Business Review sagt: Ja. Aber viele Unternehmen wollen das offenbar gar nicht.

„Der Fisch stinkt vom Kopf.“ Das klingt natürlich etwas platt, wenn es um Führungsqualitäten geht. Doch im Sprichwort steckt viel Wahres. Denn häufig versagen Unternehmen nicht, weil ihre Mitarbeiter schlecht sind, sondern vielmehr, weil sie inkompetente Vorgesetzte haben.

Schließlich sind es die Menschen in den Chefetagen, vom CEO bis zum Abteilungsleiter, die die wichtigen Entscheidungen im Unternehmen treffen, die Unternehmenskultur vorleben und dementsprechend für die Ergebnisse in einer Firma verantwortlich sind.
Versagen also die Chefs, spiegelt sich das im Verhalten der Mitarbeiter wider: Niedriges Engagement, schlechte Leistungen und fehlende Motivation sind oft die Folge.

Doch woran erkennst du inkompetente Chefs? An zu viel Selbstvertrauen!

Inkompetente Führungskraft überschätzt sich selbst

Das mag zunächst unlogisch klingen. Schließlich will niemand Anführer haben, die ängstlich sind oder ständig an ihren Entscheidungen zweifeln.

Doch eine aktuelle Studie des Harvard Business Review legt nahe, dass wir viel zu häufig Selbstbewusstsein mit Selbstüberschätzung verwechseln – und das dann auch noch als gute Führungsqualität ansehen.

Selbstüberschätzung ist aber eigentlich das Gegenteil eines kompetenten Chefs. Denn wer glaubt, er könne alles und mache keine Fehler, der ist weder kritik- oder kommunikations-, noch lernfähig. Genau das wären aber eigentlich wichtige Qualitäten für eine Führungskraft.

Stell dir vor, der CEO in deinem Unternehmen beschließt, das Produkt-Portfolio zu erweitern. Nach ein paar Monaten ist klar: Das funktioniert nicht. Die neue Produktlinie ist zu teuer und bringt nicht genug Gewinne ein.

Ein guter Manager würde das einsehen oder zumindest auf Kritik im Unternehmen hören und entsprechend den Fehler korrigieren. Doch was tut ein Chef, der sich selbst überschätzt? Genau! Er hört nicht mal zu, sieht seinen Fehler nicht ein und sorgt dadurch für noch höhere Verluste im Unternehmen.

Wie kann man also herausfinden, ob jemand wirklich ein guter Boss ist oder sich selbst überschätzt? Die Harvard Business Review schlägt vor: mit einem ganz einfachen Test.

Bist du zu talentiert, um bescheiden zu sein?

Dieser Test besteht aus neun simplen Fragen. Sie alle drehen sich um die Selbsteinschätzung von Führungskräften. Dazu gehören Fragen wie:

  • Wollen die meisten Menschen so sein wie du?
  • Machst du selten Fehler?
  • Bist du zu talentiert, um bescheiden zu sein?

Die Testteilnehmer müssen dazu lediglich sagen, ob die Aussage auf sie zutrifft oder nicht. Am Ende erhält man dann eine Einschätzung, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass man eine inkompetente Führungskraft ist.

Jetzt kann man sich natürlich denken, dass die Testteilnehmer die Antworten auch faken können. Doch, so glauben die Harvard-Wissenschaftler, das passiere in den seltensten Fällen.

Schließlich sei es sehr unwahrscheinlich, dass eine Person, die selbst sehr viel von sich hält, zu Bescheidenheit neigt oder diese gar vortäuschen will. Noch seltener geben selbstherrliche Chefs ihre Fehler selbst zu.

Damit wäre dieser Test eigentlich ein ideales Tool für Unternehmen, um inkompetente Führungskräfte zu erkennen. Das Problem dabei: Es gibt viel zu wenige Unternehmen, die solche Tests nutzen.

Warum? Die Theorie der Wissenschaftler dazu ist nicht sehr schmeichelhaft für uns alle. Weil, so die Annahme, wir uns viel lieber durch Charisma und eine laute Persönlichkeit blenden lassen (wollen) als wirkliche Führungsqualitäten zu belohnen, nämlich: Kompetenz, Integrität und Bescheidenheit.

https://www.basicthinking.de/blog/2020/03/19/inkompetente-fuehrungskraft-erkennen/

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Banken in Corona-Krise: KfW und gesenkter Kapitalpuffer erhöhen Spielraum für Kredite; manager magazin (reposted)

Politik, Bankenbranche und Finanzaufsicht haben den Spielraum ausgebaut, um Unternehmen bei der Bewältigung des Corona-Schocks zu helfen. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch haben die Bundesregierung und Deutschlands größte Förderbank KfW die Bedingungen für die Hilfskredite festgelegt, die ab sofort beantragt werden können. Um den Prozess zu vereinfachen und die Auszahlung möglichst zügig vorzunehmen, werde man die Risikobewertung der Hausbank übernehmen, kündigte KfW-Chef Günther Bräunig an.

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Author: Katharina Slodczyk / 18.03.2020

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Author: Katharina Slodczyk / 18.03.2020